Brand

Feuer wütet in der Altstadt von Konstanz - drei Verletzte

Drei Verletzte und ein Millionenschaden an drei mittelalterlichen Häusern - das ist die Bilanz eines Brandes vom Donnerstag in der Konstanzer Altstadt. Die Feuerwehr verhinderte mit einem Grosseinsatz das Ausbreiten des Feuers im historischen Viertel.

Als Brandursache kommt nach ersten Ermittlungen der Polizei ein Adventskranz am Deckenbalken im Treppenhaus eines der Gebäude in Frage. Die Feuerwehr rechnet damit, dass ihr Einsatz noch bis Heiligabend dauert.

Rund 250 Helfer von Feuerwehr, Polizei und Rettungsorganisationen waren im Einsatz. Auch die Schweizer Nachbarstadt Kreuzlingen und die umliegenden Gemeinden Reichenau und Allensbach schickten Feuerwehrleute. Laut der Stadt Konstanz beträgt der Schaden mindestens fünf Millionen Euro.

Eine 73-jährige Bewohnerin und ein 84-jähriger Mann wurden morgens um 8 Uhr von den Flammen überrascht. Sie kamen mit Verbrennungen ins Krankenhaus. Weitere Bewohner konnten sich unbeschadet in Sicherheit bringen. Insgesamt verloren 20 Menschen ihr Dach über dem Kopf. Sie kamen bei Bekannten und Verwandten oder in Notunterkünften unter.

Ein Wohn- und Geschäftsgebäude mit einem Schuhladen im Erdgeschoss wurde komplett zerstört. Das Gebäude stürzte am Nachmittag ein. Durch herumfliegende Teile wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt.

Wertvolle Bausubstanz verloren

"Wertvolle mittelalterliche Bausubstanz ist verloren", sagte der Chef des Konstanzer Hochbauamts, Johannes Kumm, der Nachrichtenagentur dpa. Die betroffenen viergeschossigen Gebäude stammen aus dem 15. Jahrhundert.

Der Alarm platzte am Morgen mitten in den vorweihnachtlichen Einkaufstrubel. Ein Teil der Fussgängerzone wurde gesperrt. An den Absperrbändern blieben viele Menschen stehen und starrten fassungslos in die gewaltige Qualmwolke. Den Geschäftsleuten an den Eingangstüren ihrer Läden stand der Schrecken ins Gesicht geschrieben.

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