Die Untersuchungen im Falle der in Oetwil tödlich verunglückten 8-jährigen Cevianerin laufen auf Hochtouren. Gestern hat die Befragung der Beteiligten begonnen, wie die zuständige Staatsanwaltschaft Limmattal-Albis auf Anfrage erklärte. Auch die Spurensicherung sei noch nicht abgeschlossen. Gesicherte Erkenntnisse zum Unfall lägen noch keine vor.

Die Familie des verunglückten Mädchens erwägt derzeit «keine Anklage oder andere juristische Schritte gegen den Cevi beziehungsweise die verantwortlichen Lagerleiter oder Seilbahnbauer», dies erklärt der Anwalt der Familie auf Anfrage. Das am Pfingstsonntag im Lager oberhalb Oetwils verunglückte Mädchen war Mitglied des Cevi Weiningen-Geroldswil, wie der Anwalt bestätigte.

Die Trauerfamilie rief zur Zurückhaltung in der Sache auf. Gemäss Anwalt, um das «private und berufliche Umfeld der Angehörigen möglichst wenig zu stören, damit ein geordneter Trauerverarbeitungsprozess in den nächsten Tagen möglich bleibt».

Weiningen: Verzicht auf Klettern

Offenbar zum Schutz der übrigen Mitglieder der Cevi-Abteilung wurde deren Internetseite gestern in den Wartungs-Status versetzt. Wie es mit der Abteilung weitergeht, liess Jürg Schelldorfer, Vorstandsmitglied des Cevi Schweiz, mit Verweis auf den Persönlichkeitsschutz der Leiter offen.

Die Mitglieder des Cevi wurden am Wochenende von einem Care-Team der Kantonspolizei Zürich betreut. Betreuung erfahren auch die Klassenkameraden des verstorbenen Mädchens. Laut Brigitte Murmann, Schulleiterin des Unterengstringer Primarschulhauses Büel, steht den Kindern bei Bedarf die Schulpsychologin zur Seite.

Aufgrund des Unfalls verzichtet die Pfadi Altberg kommendes Wochenende auf das geplante Harassenklettern am Rebblüetefäscht in Weiningen. (zim/jk)