Mordfall Thunstetten
Erstochene Frau in Thunstetten stellt Berner Polizei vor Rätsel

Das Tötungsdelikt von Thunstetten stellt die Ermittler vor ein Rätsel. Wer die 38-jährige Schweizerin in ihrer Wohnung erstochen haben könnte, ist weiter unklar. Man ermittle in alle Richtungen, teilte die Kantonspolizei Bern am Mittwoch mit.

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Berner Polizei im Einsatz (Archiv)

Berner Polizei im Einsatz (Archiv)

Keystone

Die Frau war am Dienstagmorgen nicht an ihrem Arbeitsplatz erschienen. Kurz darauf wurde sie in ihrer Wohnung am Johanniterweg tot aufgefunden.

Sie starb an Stich- und Schnittverletzungen, die ihr mit einem scharfen Gegenstand zugefügt worden waren. Das ergab die Untersuchung am Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern, wie die Polizei mitteilte.

Die Ermittlungen unter Federführung der Regionalen Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau liefen auch am Mittwoch auf Hochtouren. Im Zuge der Untersuchung sei eine Person für "weitere Abklärungen" festgenommen worden, teilte die Kantonspolizei mit. Es handle sich dabei nicht um einen Angehörigen der Frau.

"Mann mit ungewöhnlichem Gang"

Die Polizei erliess einen Zeugenaufruf. Sie interessiert sich besonders für einen etwa 174 Zentimeter grossen Mann kräftiger Statur "mit ungewöhnlichem Gang". Dieser habe ein Baseballcap und eine beige Jacke getragen. Wann und wo er genau gesehen wurde, geht aus der Polizeimitteilung nicht hervor.

Die Wohnung des Opfers befindet sich laut "Langenthaler Tagblatt" in einem Mehrfamilienhaus, das an einer Sackgasse liegt. Nachbarn berichteten dem Blatt, sie hätten nichts Auffälliges mitbekommen, wüssten nichts Genaues oder seien tagsüber jeweils nicht zu Hause. "Wir sind geschockt", sagte eine Anwohnerin aus dem Nachbarhaus.