Über die Online-Marktplätze seien illegale Geschäfte abgewickelt worden. Es gehe etwa um den Handel mit Drogen, Kinderpornografie, Waffen und gestohlene Kreditkarten sowie die Vermittlung von Auftragsmördern.

Der New Yorker Staatsanwalt Preet Bharara erklärte, Kriminelle könnten sich nicht mehr darauf verlassen, im Internet Unterschlupf zu finden. Der Europol-Experte Troels Oerting ergänzte: "Wir können nun zeigen, dass sie weder unsichtbar noch unangreifbar sind."

Die Internetseiten wurden über das sogenannte Tor-Netzwerk betrieben, das einst von US-Marinewissenschaftlern entwickelt worden war. Tor erlaubt eine anonyme Kommunikation im Internet und wird unter anderem von Kriminellen, aber beispielsweise auch von Menschenrechtsaktivisten benutzt.

Erst am Donnerstag hatten die Behörden in New York die Verhaftung des mutmasslichen Betreibers der Online-Drogenhandelsplattform Silk Road 2.0 mitgeteilt.