Wie die Behörden in Longyearbyen mitteilten, griff das Raubtier am Freitagmorgen eine Gruppe aus Grossbritannien an. Man wisse noch nicht, ob die Briten hier als Touristen oder Wissenschaftler unterwegs gewesen seien, sagte die Behördensprecherin Liv Ødegaard. Die Gruppe rief über Satellitentelefon Hilfe herbei.

Die Verletzten wurden knapp eine Stunde nach ihrem Notruf mit einem Helikopter zum Spital in Longyearbyen - dem Hauptort der Inselgruppe - gebracht.

Eisbär tot

Über die Art der Verletzungen wurden zunächst keine Angaben gemacht. "Wir wissen nur, dass die fünf Briten bei Von Postbreen gezeltet haben", sagte Ødegaard der Nachrichtenagentur NTB. Der Eisbär sei von den Angegriffenen getötet worden.

Auf und rund um Spitzbergen leben etwa 3000 Eisbären. Die tausend Kilometer vom Nordpol entfernte Inselgruppe wird von 2500 Menschen bewohnt. Alle Ausflüge zu touristischen oder anderen Zwecken ausserhalb von Longyearbyen müssen wegen der Eisbären-Gefahr bei der Verwaltung angemeldet sein, sie werden nur bewaffnet durchgeführt.

Die verletzten Briten sollten zur weiteren medizinischen Behandlung - ebenfalls per Hubschrauber - nach Tromsø auf dem norwegischen Festland gebracht werden.