Oetwil
Eine Oetwilerin in China

Die Oetwilerin Marilena Marsicovetere reiste für ihr Studium nach China. Sie kam reich an Eindrücken zurück und kann chinesische Mitarbeiter jetzt in deren Sprache begrüssen.

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Marilena Marsicovetere

Marilena Marsicovetere

Stadtanzeiger

Malini Gloor

Marilena Marsicovetere muss nicht lange studieren, wenn man sie fragt, wieso sie für ihre Studienreise ausgerechnet China gewählt hat: «Das Land war mir fremd, ich wollte Eindrücke sammeln, um mir eine eigene Meinung bilden zu können», sagt die 32-jährige Oetwilerin. Sie studiert im dritten und letzten Jahr Angewandte Psychologie an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten.

Als sie erfuhr, dass die Schule Studienreisen nach Indien, New York und China anbot, wurde sie hellhörig. «Ich arbeite in einem Unternehmen, welches auch in China einen Produktionsort hat. Ab und zu sind auch chinesische Mitarbeiter am Standort in Wettingen, wo ich arbeite.»

Die Studentinnen und Studenten aus verschiedenen Studienrichtungen flogen jedoch nicht einfach nach China, sondern absolvierten zuerst einen fünftägigen Vorbereitungskurs. «Wir erfuhren viel über die Geschichte Chinas, die Sprache, die Kultur und das Leben sowie über die Regeln des chinesischen Business», sagt Marilena Marsicovetere.

Anfang April war es so weit: 21 Studierende und 5 Professoren bestiegen das Flugzeug nach Peking. Nach dem 16-stündigen Flug wurde nicht ausgeruht, sondern gleich der Olympic Park, der Tian'anmen-Platz und die «Forbidden City», die «Verbotene Stadt», besucht. Jeden Tag standen solche Highlights auf dem Programm, auch ein Augenschein der Chinesischen Mauer fehlte nicht. «Wir fuhren mit einer Gondel hinauf und auf einer Rodelbahn hinunter. Irgendwie erinnerte mich das an den Atzmännig, nur dass dort nicht bei jeder Kurve ein Angestellter darauf schaut, dass man nicht zu schnell fährt» erinnert sich Marilena Marsicovetere.

Besonders aufgefallen ist ihr, dass viel Personal für Arbeiten vorgesehen ist, welche man auch alleine machen könnte: «Ich hatte den Eindruck, dass mehr Personal beschäftigt wurde, als nötig gewesen wäre. Ich vermute, dass die Arbeitgeber in einem so grossen Land auch viele Menschen beschäftigen müssen.»

An den vielen Gemeinde-, Firmen- und Fabrikenbesichtigungen, die wichtiger Bestandteil der Studienreise waren, fühlten sich die Studenten wie auf dem roten Teppich: «Oft waren bei Anlässen auch Journalisten mit Videokameras da, wir waren anscheinend ein Ereignis. Wo diese Aufzeichnungen ausgestrahlt wurden, wissen wir aber nicht.» Berührt hat die Oetwilerin die Gastfreundlichkeit der Chinesen: Immer wurde nur das beste Essen aufgetischt und mit Stolz das eigene Land vorgeführt. Erinnert sie sich daran, leben viele Eindrücke wieder auf.

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