Zum Prozessauftakt wurde klar, dass mit dem Trio aber quasi nur die "Handlanger" vor Gericht stehen. Der Kopf der mutmasslichen Bande wurde nie gefasst. Der Unbekannte soll die Beutezüge in die Schweiz organisiert haben.

Die Einbrecher hatten es 2009 und 2010 unter anderem auf Luxusboutiquen in Gstaad und St. Moritz abgesehen. In einigen Fällen brachen die mutmasslichen Täter in Abständen von wenigen Monaten gleich mehrfach ins selbe Geschäft ein.

Pro Einbruch machten sie Beute mit einem Verkehrswert von bis zu anderthalb Millionen Franken, wie dem Überweisungsbeschluss zu entnehmen ist. Doch von dem Geld sahen die Angeklagten nur wenig. Pro Auftrag erhielten sie von ihrem Auftraggeber nur einige Tausender, die Rede war unter anderem von 7000 Euro.

Das sei im Verhältnis zur Deliktsumme zwar bescheiden, doch mit einer kurzen Einbruchstour in die Schweiz hätten die drei locker den doppelten Jahreslohn, den sie ihn ihrer Heimat verdient hätten, hereingeholt, betonte die Staatsanwältin. Das Trio habe die Taten gewerbs- und bandenmässig begangen.

Dem widersprachen die Verteidiger vehement. Für ein gewerbs- und bandenmässiges Vorgehen gebe es keine stichhaltigen Beweise. Mit den Einbrüchen hätten die drei, zumindest teilweise, Drogen -und Spielschulden begleichen wollen. Die Verteidiger verlangten für ihre Mandanten bedingte oder teilbedingte Strafen zwischen acht und 28 Monaten. Die Staatsanwaltschaft verlangte Freiheitsstrafen von rund dreieinhalb Jahren.

Die drei Männer befinden sich momentan im vorzeitigen Strafvollzug. Das Gericht wird am Freitag das Urteil fällen.