Die Meldung war dürr: Am Samstag gegen 4.30 Uhr sei im Vorhof des Schulhauses Kollegium ein Mann mit schwersten Kopfverletzungen aufgefunden worden, liess die Kantonspolizei Solothurn am Samstag verlauten. «Etwa 30-jährig» sei der Aufgefundene, war auf Nachfrage immerhin zu erfahren. Mehr nicht. «Aus ermittlungstaktischen Gründen», wie Kapo-Sprecher Frank Wilhelm sagt. Eine Sondergruppe sei mit dem Fall beschäftigt. So konnten am Samstag dann auch Polizisten beobachtet werden, die bei Anwohnern der umliegenden Häuser klingelten. Mit wenig Erfolg, wie es scheint: Der Mann scheint sich seine Verletzungen allerdings tatsächlich bei einem tätlichen Angriff zugezogen zu haben – was von offizieller Seite aber nicht bestätigt wird.

Eingehend befragt wurden auch die Veranstalter der Partys, die über die Fasnachtszeit im Gewölbekeller des Schulhauses stattfinden. «Um vier Uhr haben wir die Türen geschlossen und lediglich mit einigen Bekannten weitergefeiert», sagt Mitveranstalter Roman Strausak. Draussen im Hof hätten sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls noch einige Personen befunden.

Unklar, was draussen passiert ist

Was nach 4 Uhr draussen vorgefallen sei, wisse er nicht, sagt Strausak. Erst gegen halb fünf sei er nach draussen gegangen, «weil dort Aufregung ausgebrochen war». Gegenüber der Polizei habe er daher lediglich bestätigen können, dass der Mann, der blutüberströmt aufgefunden wurde, im Verlauf des Abends tatsächlich im Gewölbekeller gewesen sei. Im Lokal war es während des Abends auch zu zwei, drei Pöbeleien gekommen: «Nichts Gravierendes – unsere Security hatte die Sache im Griff», so Strausak.

Gerüchteweise war gestern auch zu vernehmen, dass in Zusammenhang mit dem Vorfall einige
Personen in Untersuchungshaft genommen wurden. Frank Wilhelm konnte jedoch lediglich bestätigen, dass «einige Personen angehalten wurden». Dass am Rande des Fasnachtstreibens in der Stadt noch andernorts Personen bei Tätlichkeiten verletzt worden waren, konnte er ebenfalls nicht bestätigen. «Es hat ein paar kleinere Scharmützel gegeben», sagt er. «Aber alles im üblichen Rahmen.»