Der 70-Jährige habe sich nach seiner Pensionierung selbst gestellt, sagte seine Anwältin Maria Galliani am Freitag der Nachrichtenagentur sda. Er sass bereits 40 Tage in U-Haft. Einen kleinen Teil der Schadenssumme habe er bereits durch den Verkauf aller seiner Immobilien zurückgezahlt.

Mit den 14 Millionen Euro habe sich der Mann nicht selbst bereichert. Das Geld sei ausschliesslich dafür verwendet worden, den langjährigen Stammkunden das Gefühl zu geben, sie hätten bei Börsengeschäften Gewinne gemacht. War deren finanzielles Vermögen in Wirklichkeit geschrumpft, habe sich der Direktor nicht getraut, ihnen das zu kommunizieren.

Wollten die Kunden ihre vermeintlichen Gewinne abholen, beschaffte der Mann das Geld von anderen Konten, wie die Anwältin erläuterte. Diese Löcher wurden wiederum mit weiteren illegalen Transaktionen gestopft. Teilweise seien auch Mitarbeiter unwissentlich in diese Prozedur einbezogen worden.

Der 70-Jährige arbeitete anfänglich im Tessin und später im Hauptsitz des Instituts in Zürich. Für die Konten der betroffenen Kunden waren vorwiegend die Filialen im Tessin zuständig. Ein psychiatrisches Gutachten hat dem Mann gemäss Staatsanwaltschaft eine leicht verminderte Zurechnungsfähigkeit attestiert.