Bulle
Drama von Bulle: Vater tötete Kinder wohl nach Plan

Nach dem Familiendrama von Bulle, bei dem ein Vater seine beiden Töchter vor den Augen der Mutter erschoss, gehen Psychologen davon aus, dass der Mann die Tat geplant hat.

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In diesem Wohnblock in Bulle schoss der 34-jährige Vater auf seine Töchter (Archiv)

In diesem Wohnblock in Bulle schoss der 34-jährige Vater auf seine Töchter (Archiv)

Keystone

«Der Vater hat nicht einfach aus einem Impuls heraus gehandelt», sagt Thomas Spielmann, Psychologe mit eigener Praxis in Villigen AG, der Zeitung „Der Sonntag". Der Mann habe sich überlegt, was die schlimmste Strafe für seine Freundin sei: «Die Kinder vor ihren Augen zu erschiessen und die Mutter am Leben zu lassen.»

Spielmann warnt davor, dass es in der Schweiz künftig öfter zu derartigen Beziehungstaten kommen könnte. «Leider müssen wir in der Schweiz zunehmend mit solchen Taten rechnen, wenn wir sagen, wir wollen eine multikulturelle Gesellschaft." Für Männer aus anderen Kulturkreisen habe es eine ganz andere Bedeutung, wenn eine Frau sagt, dass sie den Mann verlassen will. Spielmann: «Das kann sofort lebensgefährlich werden, wie der Fall in Bulle zeigt.»