Die verletzten Feuerwehrleute: «Wir hatten einen Schutzengel»

«Wir hatten einen Schutzengel»

«Wir hatten einen Schutzengel»

Zwei der verletzten Feuerwehrmänner trafen sich in Fahrwangen im Feuerwehrmagazin. Und vor dem Fahrzeugwrack wurde den beiden verunfallten Feuerwehrmännern klar: Das hätte viel schlimmer ausgehen können. Die Gedanken der beiden Männer sind aber bei ihrem Kollegen, der noch im Spital liegt.

michael spillmann

Gestern Vormittag trafen sich der 26-jährige Bojan Pavlovski und der 28-jährige Christian Steiner im Feuerwehrmagazin in Fahrwangen. Zur Begrüssung umarmten sich die beiden verletzten Feuerwehrmänner aus Meisterschwanden, anwesende Mannschaftskollegen klopfen ihnen auf die Schultern. «Wenn ich jetzt das Fahrzeug anschaue, wird mir klar: Wir hatten einen Schutzengel», so Christian Steiner. Doch die beiden Feuerwehrmänner betonten beide: «Wir wollen unseren Freund im Spital besuchen und so schnell es geht wieder in den Einsatz.» Vorerst sind der Schreiner und der Schlossereiangestellte aber krankgeschrieben. Christian Steiner trägt wegen der genähten Platzwunde am Kopf einen Verband. Kollege Bojan Pavlovski geht an Krücken – er hat bei der Kollision Quetschungen an den Beinen erlitten. Zusammen mit dem Kommandanten der Regionalfeuerwehr Oberes Seetal, Fritz Ganath, verarbeiteten sie im Aufenthaltsraum die Geschehnisse vom Montag.

Die Feuerwehr hatte an diesem Abend zusammen mit den Kollegen aus Sarmenstorf eine Fahrerübung durchgeführt. «Insgesamt waren neun Fahrzeuge unterwegs», schilderte der Kommandant. In einem von diesen waren auch Christian Steiner und Bojan Pavlovic. Am Steuer des Fahrzeugs – ein kleiner Bus mit dem Material für die Atemschutztrupps – sass ihr 28-jähriger Kollege.

Von den Kollegen betreut

Auf der Strecke von Fahrwangen nach Bettwil kam es vor 21 Uhr zur folgenschweren Kollision. Nach Polizeiangaben wegen «einer Unaufmerksamkeit» des entgegenkommenden Autofahrers. «Das Auto fuhr immer mehr auf unsere Seite», so Bojan Pavlovski. Trotz Vollbremsung des Unfallverursachers gab es eine heftige Kollision. Feuerwehrmann Christian Steiner konnte das Wrack trotz blutender Kopfwunde verlassen. Seine beiden Begleiter waren mit den Beinen in der Führerkabine eingeklemmt.

Nur Minuten später waren andere Wagen am Unfallplatz – Bojan Pavlovski hatte selber über Funk Hilfe angefordert. Die Verletzten wurden von den eigenen Mannschaftskollegen versorgt. Schliesslich befreite die Feuerwehr Wohlen die Kollegen aus dem Fahrzeug. Angegurtet waren nicht alle. Kommandant Fritz Ganath: «Zum Glück! Es hätte zu schlimmen Beckenverletzungen führen können.»

Meistgesehen

Artboard 1