Repol Wohlen braucht zusätzliche Polizisten
Die Repol Wohlen braucht zwei zusätzliche Polizisten

Für den Wohler Gemeinderat ist klar: «Die heutige Personaldecke ist zu dünn, um die gewachsenen Polizeiaufgaben ohne Einschränkungen zu erfüllen.» Daher soll der Einwohnerrat für die Regionalpolizei zwei neue Stellen bewilligen.

Merken
Drucken
Teilen
polizisten.jpg

polizisten.jpg

Aargauer Zeitung

Fabian Hägler

Eine präzise Vorlage mit Begründung für den Stellenausbau hatte die Finanzkommission gefordert - der Wohler Gemeinderat liefert sie. Auf insgesamt fünf Seiten listet er Argumente für die zusätzlichen zwei Stellen auf und erklärt die Aufgaben der Regionalpolizei.

Immer mehr Einsätze

«Der Ruf nach Polizeileistungen hat zugenommen», stellt der Gemeinderat fest. Insbesondere bei den Einsätzen wegen Streitereien und häuslicher Gewalt sei ein Anstieg zu verzeichnen. Die Gesamtzahl der Aufträge für die Repol Wohlen betrug im Jahr 2005 noch 1047, heute liegt sie bei 1196. Auch die Zahl der Aufgebote durch die Einsattzentrale oder

Update

Die beiden Polizeistellen für die Repol Wohlen wurden ursprünglich übers Budget beantragt. Die Finanzkommission verlangte hingegen einen separaten Antrag, der nun vorliegt. Sie begründete ihre Forderung damit, dass Einwohnerrat und Bevölkerung besser über das Einsatzkonzept der Repol informiert werden müssten. Die erwarteten Verbesserungen durch zwei neue Stellen sollten ausserdem genauer spezifiziert werden. Voraussichtlich im Januar wird der Einwohnerrat das Geschäft behandeln. (fh)

Die Bevölkerung im Gebiet der Repol Wohlen ist seit 2005 um ca. 1800 Einwohner gewachsen», führt der Gemeinderat weiter an. Gemäss den kantonalen Vorgaben wären für Wohlen als städtisches Gebiet insgesamt 21 Polizisten nötig. «Diese zahlen zeigen, dass die Repol Wohlen über ein sehr kleines Korps verfügt», schreibt der Gemeinderat.

Sicherheit braucht Ressourcen

Minimalstandards des Kantons (Picket zu zweit, Wochenendpatrouillen, Präsenzzeit von 30% im öffentlichen Raum) sind laut Gemeinderat «mit dem heutigen Personal nur zu erreichen, wenn andere Aufgaben, wie beispielsweise Patrouillen am Tag, zurückgestellt werden.» Auch die Repolkommission mit Vertretern aller neun beteiligten Gemeinden, erachtet den Stellenausbau als notwendig. Sie verspricht sich eine weitere Verbesserung der Repol-Dienstleistungen. Konkret sollen folgende Einsätze möglich werden: Vermehrte Patrouillentätigkeit in Nacht- und Randstunden, Bearbeitung von Kleinkriminalität, höhere Präsenz bei öffentlichen Anlagen wie Schulhäusern oder Bahnhof, Unterstützung von Krisenstäben der Schulen, Regionalen Führungsorgane und anderen Notorganisationen.

Für die beiden neuen Stellen fallen Kosten von 23000 Fr. an. 92000 Fr. davon übernehmen die Vertragsgemeinden, 138000 Fr. verbleiben für Wohlen. Die Repol-Kommission hält fest, die übrigen Gemeinden hätten die neuen Stellen bereits ins Budget aufgenommen. Wohlen solle nun möglichst rasch gleichziehen und die zusätzlichen personellen Ressourcen für die Regionalpolizei bewilligen.