Dort entdeckten die Einsatzkräfte in der Nacht zu Mittwoch auch eine brennende Leiche, die wahrscheinlich der Körper des Gesuchten ist. Eine DNA-Analyse soll Klarheit bringen.

Was in dem Kellerversteck war und um welche Straftaten es sich handeln könnte, wollte ein Polizeisprecher nicht sagen. Es liefen aber Ermittlungen, weil der Mann vor der Tat einen Mordversuch gegen einen Jäger unternommen haben soll, so der Sprecher. Ob es sich bei den im Keller gefundenen Hinweisen um diesen Fall oder Wilderei handelt, führte er nicht aus.

Der Mann hatte seit der Nacht zu Dienstag drei Polizisten und einen Sanitäter erschossen, um seiner Festnahme zu entgehen. Dann verschanzte er sich schwer bewaffnet in seinem Bauernhof im niederösterreichischen Bezirk Melk, wo ihn Hunderte Polizisten unter anderem mit Panzern belagerten.

Versteck durch Geheimtür abgeriegelt

Am Abend stürmten sie das Haus. Die Durchsuchung dauerte Stunden. Durch begleitende Ermittlungsarbeit erfuhr die Polizei von dem Versteck, dass nur durch eine Geheimtür zu erreichen war, wie Polizeisprecher Roland Scherscher in der Nacht zum Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa sagte.

"Die Einsatzkräfte haben die Tür geöffnet und wollten in den Raum eindringen, im Raum selbst hat es aber gebrannt", so Scherscher. Der zuströmende Sauerstoff fachte die Flammen zusätzlich an. Als das Feuer gelöscht wurde, habe man die verbrannte Leiche entdeckt.

Der 55-Jährige war wegen jahrelanger Wilderei gesucht worden. Als zwei Polizisten ihn in der Nacht zum Dienstag festnehmen wollten, soll er diese getötet haben. Auch einen Sanitäter soll er dabei erschossen haben. Ein weiterer Beamter, den der Verdächtige vorübergehend als Geisel genommen hatte, wurde später tot in seinem Streifenwagen gefunden.