Roggwil
Der Katzen-Quäler von Roggwil ist gefasst - Nachbarn atmen auf

Er hat in der Umgebung Roggwil 8 Hauskatzen entsorgt. Jetzt hat die Polizei den 49-jährigen Tierquäler geschnappt. Seine Nachbarn sind erleichtert und geschockt. Nie hätten sie dem Mann solche Taten zugetraut, doch nun atmen sie auf.

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Sie kam heil davon - der Büsi-Qualer ist gefasst..jpg

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Tele M1

Ein 49-jähriger Mann hat 8 Katzen-Kadaver auf den Feldern um Roggwil entsorgt. Teilweise waren die Kadaver in Plastiksäcke verpackt. Bewohner der Gemeinde fürchteten zuerst, dass ein Katzenmörder sein Unwesen treibt, doch sie wurden eines besseren belehrt.

Die Katzenkadaver waren die eigenen verwahrlosten Tiere des 49-Jährigen. Im Haus des Mannes fand die Polizei noch zwei weitere verwahrloste Katzen. Sie waren in einem dermassen schlechten Zustand, dass man sie einschläfern musste, wie «Tele M1» berichtet.

Am Freitagmorgen konnte die Polizei den Täter überführen und festnehmen. Die Nachbarn des Tierquälers bekamen die Polizeiaktion mit. sie sind geschockt und erleichtert gleichermassen.

Nachbarn sind verwundert

Die direkten Nachbarn im Mehrfamilienhaus sind verwundert, dass sie nie etwas gemerkt haben. «Ich bin im Moment noch sprachlos», sagt Madeleine Gloor gegenüber »Tele M1». «Ich kenne den Mann näher und er fragte mich noch ob ich am 19. etwas los hätte oder mit im ein Glas Wein trinken würde. Als jemanden, der Katzen quält hätte ich ihn nie eingeschätzt.» Im Gegenteil, er erschien ihr als eine sympathische Person.

Nachbarin Tabea Bellwald hat ein mulmiges Gefühl: «Ich bin geschockt und habe ein komisches Gefühl, weil ich nichts gemerkt habe.»

Erleichterung ist gross

Die Quartierbewohner, die eigene Katzen haben, sind erleichtert, dass sie nun ihre Haustiere wieder ins Freie lassen können. Ueli Schneeberger ist einer der Quartierbewohner. «Jetzt können wir die Tiere wieder raus lassen und wir wissen, dass nichts passieren wird. Von daher ist das super.»

Wütend und schockiert

Samuel Meyer wohnt ebenfalls in Roggwil und hofft, dass der Katzenmörder seine gerechte Strafe bekommt. «Wenn ich mir das so ansehe, dann muss jemand schon krank sein und wehe er macht wiedermal so etwas, dann wird er es mit anderen Leuten zu tun bekommen.»

Der 49-jährige muss sich jetzt wegen Verstoss gegen das Tierschutz- und Tierseuchengesetz verantworten. Ebenfalls prüft der Veterinärdienst ein Tierhalteverbot.(gal)