Trickdiebe

Das sind die neusten Tricks der Aargauer Trickdiebe

Dreistigkeit pur. So treiben Trickdiebe im Aargau ihr Unwesen.

Trickdiebe

Dreistigkeit pur. So treiben Trickdiebe im Aargau ihr Unwesen.

Gestern traten in Frick, Wettingen und Buchs Trickdiebe auf, die in jedem der gemeldeten Fälle erfolgreich waren. Die Kantonspolizei mahnt zu erhöhter Wachsamkeit und Vorsicht.

Eine 65-jährige Kundin wollte am Dienstagnachmittag, 25. Mai 2010, mit dem Auto die Tiefgarage eines Baumarktes in Frick verlassen. Dabei war ihr Parkplatz von einem grauen Auto mit ausländischen Kontrollschildern blockiert. Zwei Männer und eine Frau stiegen aus und fragten die Kundin auf englisch und deutsch nach dem Weg nach Bern. Durch das Gespräch abgelenkt, bemerkte die Frau nicht, wie eine dieser Personen ins Auto griff und die dort deponierte Handtasche samt Portemonnaie entwendete. Am gleichen Nachmittag fanden Passanten das leere Portemonnaie in Schinznach-Bad am Aareufer.

Ausgetrickst am Bankautomat

Am frühen Abend stand ein 69-jähriger Mann im Begriff, an einem Geldautomaten in Wettingen Bargeld zu beziehen. Als er den Code und den gewünschten Betrag eingetippt hatte, näherte sich ein Unbekannter. Dieser zeigte auf den Boden, als wolle er den Bankkunden auf etwas aufmerksam machen. Als dieser hinschaute, riss der Unbekannte die Bankkarte aus dem Schlitz und rannte davon. Der Bestohlene folgte ihm, verlor ihn aber bald aus den Augen. Dabei bemerkte er zu spät, dass in der Zwischenzeit zwei Komplizen erschienen waren und das ausgegebene Bargeld - genau eintausend Franken - an sich genommen hatten. Das Trio flüchtete mit einem grauen Mercedes-Benz.

In beiden Fällen traten zwei Männer und eine blonde Frau im Alter von 25 bis 30 Jahren auf. Es dürfte sich um Osteuropäer handeln. Noch ist unklar, ob es sich um die gleiche Täterschaft gehandelt hat.

Gezielte Verwirrung am Kiosk

In Buchs wurde ebenfalls am frühen Abend die Angestellte eines Kiosks Opfer eines Trickdiebes. Der etwa 45 Jahre alte Mann wollte eine Cola mit einer Hundertfranken-Note bezahlen, verlangte diese danach aber zurück. Auf umständliche Weise sollte diese nun in kleinere Noten gewechselt werden. Durch die gezielte Verwirrung der Angestellten gelang es ihm, die Hundertfranken-Note verschwinden zu lassen und gleichzeitig auch das Wechselgeld zu erhalten.

Die Kantonspolizei warnt vor solchen Trickdieben, die einmal mehr ihr Unwesen treiben. Sie bedienen sich immer ähnlichen Tricks die immer darauf abzielen, ihre Opfer - meist ältere Leute - zu verwirren oder abzulenken. In den meisten Fällen hatten die Opfer ein ungutes Gefühl, liessen sich dann aber dennoch in ein Gespräch verwickeln. Die Kantonspolizei rät, nicht auf solche Leute einzugehen und verdächtige Feststellungen sofort zu melden (Notruf 117).

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