Das Schulhaus Sins bleibt vorerst geschlossen

Nach dem Brandanschlag auf das Sekundarschulhaus Sins bleibt dieses bis nach den Frühlingsferien geschlossen. Für die 220 Schülerinnen und Schüler wird ein provisorischer Schulbetrieb eingerichtet. Gemäss Gemeindeammann Josef Hutwiler lastet die Tat schwer auf der Schule und auf der Gemeinde.

Eddy Schambron

«Das Schulhaus ist bis zu den Frühlingsferien nicht mehr zu benutzen», stellt Josef Huwiler fest. In einem Klassenraum hat eine unbekannte Täterschaft in der Nacht auf Donnerstag einen Brand gelegt, der grosse Schäden verursacht hat. Gestern haben Reinigungsfachleute mit der Sanierung begonnen. «Wir hoffen, bis nach den Frühlingsferien die meisten Schulzimmer wieder benützen zu können. Den 220 betroffenen Schülerinnen und Schülern des Sekundarschulhauses wird bis zu den Frühlingsferien ein improvisierter Schulbetrieb ermöglicht.

«Sie werden von den Lehrpersonen mit Projekten beschäftigt, zum Teil in belegbaren Räumen von Gemeinde- oder Kirchgemeindehaus», führt Huwiler aus. Zwei Klassen befinden sich in den Schnupperwochen. «Es sind ja nur noch zweimal vier Tage bis zu den Frühlingsferien.»

Bedrückte Stimmung

Der Brandanschlag lastet schwer auf den Lehrpersonen. «Die Stimmung ist bedrückt», führt Huwiler aus. «Solange man den Hintergrund nicht kennt, ist es schwierig, damit umzugehen.» Die Tat wurde und wird mit den Schülerinnen und Schülern thematisiert. Zudem war für einzelne Personen ein Care-Team vor Ort. Auch im Dorf ist der Brand ein grosses Diskussionsthema. «Man ist vor den Kopf gestossen. Das ist nicht nur ein Lausbubenstreich, und wenn der Brand vielleicht ursprünglich als solcher angefangen hat, dann ist er zu einem Riesenschaden ausgeartet.» Huwiler schätzt den Schaden auf gegen eine halbe Million Franken.

Aufwändige Reinigung

Seit gestern sind Reinigungsfachleute der Renovit AG daran, das durch den Brand in Mitleidenschaft gezogene Sekundarschulhaus zu putzen. Wobei «putzen» der falsche Ausdruck ist. Das ganze Gebäude muss neutralisiert werden. «Es ist nicht einfach, die Spuren eines Brandes aus einem Gebäude zu entfernen», sagt Peter Bründler, Regionalleiter der Renovit AG, welche auf die Sanierung von Brandschäden spezialisiert ist.

Zuerst müssen Baufachleute Decken und allenfalls Verputze oder angesengte Holzbalken entfernen. Erst dann kommen die Reinigungsfachleute zum Einsatz. «Wir saugen zuerst den ganzen Russ weg, dann müssen alle Bauteile mit einer speziellen Lauge neutralisiert werden», sagt Bründler. Denn ohne diese Neutralisierung bringt man den strengen Brandgeruch nie mehr aus einem Gebäude. «Es ist eine aufwändige, dreckige Arbeit.»

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