Zürich
Das Motiv der Räuber: Sie brauchten Geld für Prostituierte und Drogen

Ein 18-jähriger Schweizer und ein 22-jähriger Kosovare haben im vergangenen Jahr mehrere Raubüberfälle im Kanton Zürich verübt. Als Motiv gaben die jungen Täter an, das Geld für Prostituierte und Drogen benötigt zu haben.

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Nach mehreren Raubüberfällen konnten die zwei Täter gefasst werden. (Symbolbild)

Nach mehreren Raubüberfällen konnten die zwei Täter gefasst werden. (Symbolbild)

Im November 2015 überfielen zwei Männer im Bezirk Dielsdorf ein Lebensmittelgeschäft. Die Kantonspolizei Zürich verhaftete noch am selben Abend den 18-Jährigen in der Nähe des Tatortes. Sein Anteil der Beute, einige hunderte Franken, steckten noch in seinen Taschen.

Obwohl sich der Schweizer weigerte, Angaben zu seinem Komplizen zu machen, konnte auch dieser noch in der selben Nacht gefunden werden, wie die Kantonspolizei am Donnerstag mitteilte.

Im Verlaufe des Ermittlungsverfahrens gestand der 18-Jährige, zwischen September und November 2015 fünf bewaffnete Raubüberfälle auf Lebensmittelgeschäfte und Tankstellenshops verübt und dabei einige tausend Franken erbeutet zu haben.

Der 22-Jährige bestritt indes "trotz starken Indizien über längere Zeit", dass er an drei dieser Taten beteiligt war, schreibt die Polizei. Er zeigte sich erst nach mehreren Monaten Untersuchungshaft geständig. Er gab zudem zu, im Frühling 2015 im Bezirk Pfäffikon mehrere Einbrüche begangen zu haben.