Hooligans

CVP-Grossrat Hollinger fordert Schnellverfahren für Hooligans

Krawall im Zürcher Letzigrund am 17. Mai.

Krawall Letzigrund

Krawall im Zürcher Letzigrund am 17. Mai.

Heute reichte der Aargauer CVP-Politiker Franz Hollinger einen Vorstoss im Aargauer Grossrat ein: Er fordert darin die Einführung des Schnellverfahrens für Hooligans. Das bedeutet, dass die Untersuchungsrichter in den Stadien sitzen und Fussball-Chaoten direkt nach den Matches sanktionieren.

Am Samstag attackierten Zürcher Fans nach dem Match gegen den FC Aarau die Aargauer Kantonspolizei. Sechs Personen wurden von der Polizei verzeigt. Nun muss der Untersuchungsrichter Dieter Gautschi über das Strafmass befinden.

Dem Aargauer CVP-Grossrat Franz Hollinger geht das zu lange. Er reichte heute einen Vorstoss ein, welcher das Schnellverfahren für Holligans fordert. Zu Radio Argovia sagte er: «Das Schnellverfahren braucht es aus zwei Gründen: Einerseits präventiv - ein Schnellverfahren kann Eindruck machen. Und andererseits dauern die Verfahren oftmals viel zu lange und die Chaoten können unterdessen ungetrost weiter zerstören.»

Bisher kennen erst die Kantone Bern und St.Gallen Schnellverfahren für Fussball- und Eishockey-Chaoten.
Die Berner Sportvereine SCB (Eishockey) und YB (Fussball) begrüssen gemäss «Tages-Anzeiger» den Einsatz eines Untersuchungsrichters direkt im Stadion. Die Massnahme gehe in die richtige Richtung, um die Gewaltbereitschaft in den Stadien einzudämmen.

Die Tatverdächtigen werden samt Beweisen dem Untersuchungsrichter übergeben. Dieser führt die Einvernahme innert 48 Stunden durch, gewährt rechtliches Gehör und stellt bereits bei der Entlassung den Strafbescheid aus.

Häufig kann aber die schnelle Beweissicherung zu einem Knackpunkt bei einem Schnellverfahren werden. (skh)

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