Vandalismus und Diebstahl

Churer Teenagerbande: Autos gestohlen und Züge lahmgelegt

Polizei spricht von ausserordentlich hohem Sachschaden (Symbolbild)

Polizei spricht von ausserordentlich hohem Sachschaden (Symbolbild)

Fünf Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren haben in Chur eine Serie verschiedenster Straftaten begannen. Neben mehreren Einbrüchen mit hohem Sachschaden fuhren sie einen Lieferwagen zu Schrott und legten gleich zweimal die Arosabahn lahm.

Als Motiv für ihre Taten nannten sie Langeweile und Gruppenzwang, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die drei Schweizer und zwei Ausländer verursachten zwischen April und Juli einen Sachschaden von rund 60'000 Franken und entwendeten bei Einbrüchen Getränke, Lebensmittel und Fahrräder im Wert von etwa 10'000 Franken.

Die Teenager gingen dem Jugenddienst der Kantonspolizei wegen verschiedener Sprayereien in die Fänge, für die sie ebenfalls verantwortlich waren. Während der Befragungen gaben sie dann zu, in wechselnden Zusammensetzungen weitere Delikte begannen zu haben. Bei der Zugstrecke der Rhätischen Bahn nach Arosa manipulierten sie die Schaltkästen und unterbrachen die Stromzufuhr in einem Streckenabschnitt am Stadtrand.

Ausserdem fuhren zwei der Jugendlichen in einer Tiefgarage mit entwendeten Autos herum, wobei der Lieferwagen Totalschaden erlitt. Auch schossen sie mit einer Soft-Air-Pistole, die erst ab 18 Jahren freigegeben ist. Die fünf Teenager werden nun an die Jugendanwaltschaft der Staatsanwaltschaft Graubünden verzeigt.

Das Wüten der Teenager-Bande sei für Chur ganz klar ein Ausnahmefall, sagte Polizeisprecher Thomas Hobi zur Nachrichtenagentur SDA. Ungewöhnlich sei neben der Höhe des Sachschadens auch die grosse Vielfalt der Delikte.

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