Bern

Chaoten-Randale per «Flaschenpost»

Polizisten schiessen Tränengäspetarden

Polizisten schiessen Tränengäspetarden

In der Nacht auf Samstag sind Einsatzkräfte der Polizei in Bern angegriffen worden. Es kam zu mehreren Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Besuchern der Reithalle. Ein Polizist wurde leicht verletzt.

Eine Patrouille des Verkehrsdienstes bemerkte schon am Freitagabend eine Spontankundgebung von rund 20, teils vermummten Personen im Raum Bollwerk-Schützenmatte. Beim Eintreffen der Polizeikräfte auf der Höhe des Kunstmuseums wendete der Umzug und kehrte zur Schützenmatte zurück. Auf dem Weg dorthin wurde der Verkehr behindert und Petarden gezündet, so die Kantonspolizei Bern.

Polizisten wurden darauf mit Steinen und Flaschen beworfen. Es kam zu diversen Sachbeschädigungen, darunter auch an zwei Einsatzfahrzeugen der Polizei. Ein Stein durchschlug die Seitenscheibe des einen Polizeiautos und traf einen Polizisten am Kopf. Er musste sich vorübergehend in ärztliche Behandlung begeben. Die Demonstranten bewarfen die Polizisten weiter mit Flaschen und Steinen, worauf es zu einem Gummischroteinsatz kam. Die Berner Reitschule vermutete in einem am Samstagabend publizierten Communiqué, dass «es sich dabei um eine Protestaktion gegen die Polizei gehandelt haben» schien, die Flaschenwürfe könnten als «mutmassliche Aufsichtsbeschwerden per Flaschenpost interpretiert» werden.

Offenbar wurden auch andere parkierte Autos mit Flaschen beworfen. (cls)

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