Der damals 18-jährige Automonteurlehrling war am 2. April 2006 mit seiner gleichaltrigen Freundin in einem getunten VW Corrado von Lyss Richtung Büetgen gefahren. Als ein schwarzer Saab aufschloss und ihn überholte, setzte der junge Mann zur Verfolgung an.

Trotz Warnungen und eindringlichem Bitten seiner Freundin beschleunigte der Fahrer ungeachtet des sonntäglichen Ausflugverkehrs auf der kurvenreichen Strasse ausserorts auf zeitweise über 120 Stundenkilometer. In einer Linkskurve kam der Wagen mit dem rechten Hinterrad auf Gras am Strassenrand.

Das Auto geriet ausser Kontrolle, schleuderte auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Dessen 23-jährige Lenkerin und die Freundin des Rasers starben auf der Unfallstelle. Der Fahrer selber erlitt mittelschwere Verletzungen.

Das Kreisgericht Aarberg verurteilte ihn 2008 wegen mehrfacher vorsätzlicher Tötung zu fünf Jahren Freiheitsstrafe, was vom Berner Obergericht im vergangenen Jahr bestätigt wurde. Das Bundesgericht hat die Beschwerde des Verurteilten nun ebenfalls abgewiesen. Er hatte verlangt, nur wegen fahrlässiger Tötung zu einer maximalen Freiheitsstrafe von zwei Jahren bedingt verurteilt zu werden.

Die Richter in Lausanne halten ihm entgegen, dass aufgrund seiner halsbrecherischen Fahrweise die Möglichkeit eines tödlichen Unfalls erkennbar gewesen sei.