Hilfikon

«Brandermittler sind nicht weiter gekommen»

Noch keine Hinweise auf Brandursache

Noch keine Hinweise auf Brandursache

Auf dem Brandplatz beim Schloss Hilfikon sucht die Polizei seit einer Woche nach Indizien zur Brandursache – bisher erfolglos. Die Denkmalschützer bereiten unterdessen den Wiederaufbau der Schlossscheune vor.

Andrea Weibel

Vor genau einer Woche brannte die zum Schloss Hilfikon gehörende Schlossscheune vollständig aus. «Die Brandermittler sind allerdings noch nicht weiter gekommen», so Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei. «Das könnte noch einige Zeit dauern, wenn man überhaupt etwas findet. Bei dem Grad der Zerstörung, den das Feuer angerichtet hat, könnte das schwierig werden.»

Türbeschläge und Schlösser gerettet

Die Denkmalschützer waren erfolgreicher. «Wir haben einige Metallteile wie Türbeschläge und Schlösser retten können», berichtet Manuel Kehrli, Leiter des kantonalen Kulturgüterschutzes. «Diese haben wir im Schloss eingelagert, bis die Scheune neu aufgebaut wird.» Welche historischen Güter allerdings im Estrich der Scheune gelagert waren, kann Kehrli nicht abschätzen. «Was da oben war, ist vollständig zerstört», sagt er.

Momentan sei das Wichtigste, den Wasserschaden im annähernd unversehrten Wohnteil des Hauses zu beheben. «Das Wasser selbst ist nicht so schlimm, aber ein Schimmel- oder gar ein Hausschwammbefall könnten das Gebäude unbewohnbar machen.» Darum werde ein Notdach montiert. «Wir gehen heute nochmals auf den Brandplatz und decken zu, was noch vom Regen bedroht ist.»

Wiederaufbau muss sein

Sobald die Ermittlungen abgeschlossen seien, werde die Schlossscheune neu aufgebaut. «Das Häuserensemble rund um das Schloss Hilfikon steht unter Denkmalschutz. Es soll wieder so hergerichtet werden, wie es vor dem Brand war», erklärt der Denkmalschützer. Jedoch müsste abgeklärt werden, ob dann alles aus
Holz gefertigt werden soll. «Wir haben 30 Zentimeter dicke Metallträger entdeckt, die waren von der Hitze vollkommen verbogen. Das war sehr eindrücklich.» Die Schlossherrin Louise Schellenberg wäre mit einem Wiederaufbau einverstanden: «Mir hat es gut gefallen, wie es war», sagt sie.

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