Bözberg

Billett und Auto weg: Bözberg-Raser bekommt verschärfte Strafe zu spüren

Der Raser wurde mit 149 km/h geblitzt. (Symbolbild)

Der Raser wurde mit 149 km/h geblitzt. (Symbolbild)

Kurz vor 16 Uhr raste ein 22-jähriger Schweizer am Samstag an der Geschwindigkeitskontrolle in Unterbözberg vorbei. 149 km/h hatte er zu diesem Zeitpunkt auf dem Tacho. Nach Abzug der Toleranz ergibt dies eine strafbare Geschwindigkeit von 63 km/h.

Am 1. Januar 2013 ist das Paket 1 von «Via sicura» in Kraft getreten. Damit werden - unter anderem - die Strafnormen für Verkehrssünder erheblich verstärkt.

Ein 22-jähriger Schweizer, der am Samstagnachmittag mit seinem Auto über den Bözberg gerast ist, könnte das nun als Erster im Aargau zu spüren bekommen.

Mit 149 km/h über den Bözberg

Der junge Mann wurde von der Polizei im Ausserortsbereich mit einer Geschwindigkeit von 149 km/h gemessen. Das ergibt nach Abzug der Toleranz eine strafbare Geschwindigkeitsübertretung von 63 km/h. Damit gilt der Mann laut «Via sicura»-Bestimmungen als Raser und muss mit harten Konsequenzen rechnen.

Bei Raserdelikten wird der Führerausweis neu für mindestens zwei Jahre entzogen, im Wiederholungsfall sogar für immer, mindestens aber für zehn Jahre. Auch kann das beim Raserdelikt benützte Fahrzeug eingezogen und verwertet werden.

Auch die strafrechtlichen Konsequenzen für Raser sind massiv verschärft worden. Die Strafandrohung reicht von einem bis zu vier Jahren Gefängnis.

Verfahren wurde eingeleitet, keine verbindlichen Urteile

Mit welchen Konsequenzen der junge Bözberg-Raser zu rechnen hat, wird sich nach Abschluss des eingeleiteten Verfahrens zeigen. Noch gibt es keine verbindlichen Urteile zu den neuen Richtlinien und Strafnormen, Untersuchungsbehörden und Richter beschreiten Neuland.

Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach hat allerdings bereits ein klares Zeichen gesetzt: Auf ihren Antrag hin wurde dem Mann nicht nur der Führerausweis sofort entzogen, sondern auch das Auto beschlagnahmt.

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