Wasserverunreinigung

Benzin in der Verteilanlage: 5000 Menschen im Tessin vorübergehend ohne Leitungswasser

Bis voraussichtlich Freitag darf das Wasser aus dem Hahn weder getrunken noch zum Kochen oder Waschen genutzt werden. (Archivbild)

Bis voraussichtlich Freitag darf das Wasser aus dem Hahn weder getrunken noch zum Kochen oder Waschen genutzt werden. (Archivbild)

Seit Samstag haben rund 5000 Menschen in der Region Locarno in ihren Häusern keinen Zugang mehr zu sauberem Trinkwasser. Der Grund soll eine Benzinverunreinigung in einer Wasserverteilanlage sein.

Bis voraussichtlich Freitag dürfe das Wasser aus dem Hahn weder getrunken noch zum Kochen oder Waschen genutzt werden, teilte der Zivilschutz Locarno und Vallemaggia am Montag in einem Communiqué mit. Da es sich um eine chemische Verunreinigung handle, könne das Wasser auch durch Abkochen nicht wieder trinkbar gemacht werden.

Der Zivilschutz organisiert seit dem Wochenende deshalb eine alternative Wasserversorgung. In Cugnasco, Gerra Piano, Lavertezzo Piano und Riazzino stehen mobile Zisternen bereit. Es werden ausserdem Wasserflaschen verteilt.

Das Problem soll durch einen Generator entstanden sein, dessen Benzindämpfe in das Abluftsystem der Wasseranlage gelangten. Diese befindet sich in den Bergen oberhalb der betroffenen Ortschaften.

Im vergangenen Sommer hatte eine Trinkwasserverschmutzung in Folge eines schweren Unwetters in Le Locle NE bei rund tausend Einwohnern zu Magenkrämpfen und Brechdurchfall geführt. Und auch in mehreren Gemeinden im Kanton Wallis und im Tessin war es wegen starker Gewitter zu Trinkwasserverschmutzungen durch Fäkalbakterien gekommen.

Meistgesehen

Artboard 1