Basel
Basler Polizei nimmt Spendenbetrüger fest

Die Kantonspolizei Basel-Stadt hat vier Spendenbetrüger festgenommen. Die drei Männer und die Frau hielten Passanten an und verlangten von ihnen Bargeld-Spenden.

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Spendenbetrug

Spendenbetrug

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Bei den Festgenommenen handelt es sich um drei Rumänen und eine Rumänin im Alter zwischen 20 und 28 Jahren. Sie wurden beobachtet, wie sie in der Aeschenvorstadt in Basel auf Passanten zugingen, sich diesen in den Weg stellten und eine Liste präsentierten, auf denen sich die Angesprochenen nach Bezahlung einer Spende eintragen konnten.

Die Sammellisten sind überschrieben mit «Für Taubstumme, körperlich Behinderte, arme Kinder etc.», wobei es sich bei diesen humanitären Hilfsorganisationen um reine Fantasieprodukte handelt. Den Tätern geht es ausschliesslich darum, ahnungslose Leute mit der so genannten «Mitleidsmasche» zu betrügen. Ausgefüllte Spendenlisten werden jeweils nach kurzer Zeit vernichtet, um bei einer Festnahme die Rekonstruktion der Deliktssumme zu verunmöglichen.

Im Zusammenhang mit dieser Deliktsmasche möchte die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt wieder einmal darauf hinweisen, dass man grundsätzlich nur zertifizierten Organisationen (z.B. Zewo-Gütesiegel) Gelder spenden sollte. Personen, die Spendenwillige auf der Strasse ansprechen und sofort Bargeld verlangen sowie dermassen dilettantisch entworfene Spendenlisten wie im vorliegenden Fall zeigen, handeln in keinem Fall vertrauenswürdig.