Auf die Spur kam die Polizei der Bande Ende Mai in Winterthur. Bankangestellte hatten sie darüber informiert, dass an zwei Bancomaten manipuliert worden sei. Aufgrund einer Beobachtung nahmen die Fahnder kurz darauf eine 26-jährige Frau und einen 33-jährigen Mann fest, beide aus Rumänien, wie die Zürcher Kantonspoliozei am Montag mitteilte.

Die weiteren Ermittlungen führten zu zwei weiteren, 21- und 32-jährigen Rumänen und einer 36-jährigen Moldawierin, die ebenfalls verhaftet wurden. Eine Hausdurchsuchung brachte zahlreiche Gegenstände zu Tage, welche zum Präparieren von Bancomaten verwendet werden. In einem Auto der Verhafteten entdeckten die Ermittler zudem ein Funkgerät.

Die Untersuchungen ergaben, dass die fünf in unterschiedlicher Zusammensetzung von Mitte Januar bis zu ihrer Verhaftung nachweislich 18 Skimming-Attacken verübt hatten. Sie hatten 40'000 Franken Bargeld bezogen und den betroffenen Banken Sachschäden von insgesamt rund 60'000 Franken verursacht.

Die Bande war in den Kantonen St. Gallen, Schwyz und Zug und Zürich aktiv, wie es in der Polizeimeldung heisst. Beim Skimming werden Geldautomaten mit Kartenlesegeräten und dergleichen so präpariert, dass die Skimmer mit den Daten Kartendoubletten anfertigen können. Im aktuellen Fall waren rund 1100 Karten betroffen.