Nach dem planmässigen Stopp eines Güterzugs in Arth-Goldau SZ stellte anwesendes Zugpersonal einen Gasgeruch fest und alarmierte die Behörden, wie ein SBB-Sprecher auf Anfrage sagte. Danach wurde der Bahnhof gegen 14.45 Uhr aus Sicherheitsgründen vorübergehend evakuiert.

Im Verlauf des Nachmittags wurde der Bahnhof wieder geöffnet und die Züge vom Gotthard in Richtung Zürich konnten wieder verkehren. Nach 17 Uhr wurde auch die Strecke nach Immensee SZ/Luzern wieder für den Verkehr freigegeben. Trotz aufgebotener Ersatzbusse mussten Reisende Verspätungen und Zugausfälle in Kauf nehmen.

Container nicht gereinigt

Das Gas stammte nach Angaben des SBB-Sprechers aus einem vermeintlich leeren Container auf einem der Güterwagen. Dieser enthielt die leicht entzündliche, farblose Flüssigkeit Dimethylsulfid. Da der Behälter noch nicht vollständig gereinigt gewesen war, sei er noch mit dem entsprechenden Gefahrengutschild gekennzeichnet gewesen, sagte der SBB-Sprecher.

Welche Menge des Gefahrenguts ausgetreten ist, ist unklar. Auch zum Grund des Gasaustritts konnte die SBB keine Angaben machen. Der betroffene Zug von SBB Cargo International war aus dem italienischen Gallarate in der Lombardei nach Ludwigshafen in Deutschland unterwegs.

Güterwagen wird untersucht

Der betroffene Güterwagen wurde in Arth-Goldau auf ein Nebengeleise gefahren und wird dort weiter untersucht. Unter anderem wird geprüft, wer zuletzt am Container hantiert hat, wie der SBB-Sprecher weiter sagte.

Für die Bevölkerung habe keine Gefahr bestanden, sagte ein Sprecher der Schwyzer Kantonspolizei. Im Einsatz standen neben Polizisten auch Spezialisten der Feuer- und der Chemiewehr, des Amts für Umweltschutz des Kantons Schwyz sowie der SBB.