Spreitenbach

Autobrand: 2500 Menschen aus verrauchtem Shoppi Tivoli evakuiert

Im Parkhaus des Shoppi Tivoli in Spreitenbach ist am Freitagmorgen ein Auto in Flammen aufgegangen. In der Folge musste das gesamte Tivoli wegen starker Rauchentwicklung evakuiert werden. Nach rund einer Stunde war das Einkaufszentrum wieder offen.

Auch mehr als eine Stunde nach dem Autobrand stinkt es im Tivoli-Parkhaus noch gewaltig nach Rauch. Doch die Putzequipen und die Feuerwehr haben erstklassige Arbeit geleistet. Denn von einem Brand ist auf der Parkebene weit und breit nichts mehr zu sehen.

2500 Menschen wegen Brand aus Shoppi Tivoli evakuiert

2500 Menschen wegen Brand aus Shoppi Tivoli evakuiert.

Am Freitag um 10.36 Uhr ging bei der Feuerwehr Spreitenbach-Killwangen ein Feueralarm ein. «Wir schickten eine erste Equipe von 25 Personen los», sagt Feuerwehrkommandant Sven Imboden. Danach riefen mehrere Personen an. Denn in der Tivoli-Parkebene 2 hatte ein Fahrzeug Feuer gefangen. Direkt über dem Auto war ein Feuermelder angebracht, sodass der Alarm sofort losging.

Rauch drang durch Lift nach oben

Durch den Brand entwickelte sich viel Rauch. «Dieser wurde durch die Liftschächte nach oben ins Tivoli gezogen», erklärt Patrick Stäuble, CEO des Shoppi-Tivoli-Einkaufscenters. Die Mitarbeiter des Centers evakuierten folglich gemeinsam mit der Feuerwehr sowohl das Parkhaus wie auch den betroffenen Tivoli-Teil des Shoppingcenters. Das Shoppi war davon nicht betroffen. «Wir evakuierten schätzungsweise gegen 2500 Kunden und Mitarbeiter», sagt Stäuble.

Die Evakuierung verlief reibungslos. «Es kam uns gelegen, dass das Shoppi nicht betroffen war. So konnte man die Kunden auffordern, sich dorthin zu begeben», erklärt Stäuble. Vereinfachend kam hinzu, dass sich niemand mehr in den Liften befunden hatte. «Die Feuerwehr machte Kontrollgänge durch das Center und schaute, ob sich noch jemand darin befindet. Die Zusammenarbeit funktionierte einwandfrei», ist Stäuble erleichtert.

Keine verletzten Personen

Die letztlich insgesamt 50 ausgerückten Feuerwehrleute kriegten den Autobrand schnell unter Kontrolle und konnten ihn gegen 11 Uhr löschen. Da sich im Einkaufscenter aber noch viel Rauch befand, wurde das Center erst eine halbe Stunde später wieder geöffnet und die Kunden konnten sich wieder dem Schlussverkauf widmen.

«Beim Einsatz wurden weder Kunden noch Feuerwehrleute verletzt», sagt Imboden. Auch Tiere kamen keine zuschaden. Denn während der Löscharbeiten wurden die Feuerwehrleute von Shoppingkunden darauf aufmerksam gemacht, dass sich in einigen Autos noch Hunde befinden würden. So evakuierte die Feuerwehr auch sechs Hunde.

Eine ebenso grosse Evakuation erlebte Stäuble vor nicht allzu langer Zeit: «Ziemlich genau vor einem Jahr mussten wir auch evakuieren - wegen eines Stromausfalls.» Damals wie auch am Freitag sei es zu keiner Panik unter den Kunden gekommen. «Es lief am Freitag alles ruhig ab. Man merkte, dass die Leute zuvor einige Tage freihatten», so Stäuble. Die Kunden seien deshalb nicht gestresst gewesen und hätten gut mitgemacht. So blieb vom Vorfall nur der Rauchgestank im Einkaufscenter übrig.

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