Aufatmen in der Schule

Kreuzfeld 4: "Die angekündigte Drohung wurde nicht wahrgemacht. Die Täterschaft ist weiterhin unbekannt."

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Kreuzfeld 4: "Die angekündigte Drohung wurde nicht wahrgemacht. Die Täterschaft ist weiterhin unbekannt."

Die für heute Montag angekündigte Drohung im Schulzentrum Kreuzfeld 4 wurde zum Glück nicht Realität. Die Polizei geht mittlerweile von einem üblen Scherz aus. Sie führt die Ermittlungen weiter.

Tobias Granwehr

Heute Dienstag nimmt das Schulzentrum Kreuzfeld 4 den Unterricht wieder auf. Die Schulleitung beschloss vergangene Woche, gestern Montag keinen Unterricht durchzuführen. Am Dienstag, 1. Dezember, wurde im Aufenthaltsraum des Schulzentrums eine schriftliche Drohung gefunden, die am 7. Dezember wahr gemacht werden sollte (wir berichteten). Die Polizei beurteilte die Drohung nun als üblen Scherz und sucht die Täterschaft unter den Schülern. Sie konnte bisher jedoch nicht ermittelt werden. Das teilten die Kantonspolizei und die Schulleitung gestern Abend mit.

Die Polizei markierte gestern erhöhte Präsenz rund um die Schulanlagen. Aber: «Es konnten keine Anzeichen festgestellt werden, dass die Drohung wahr gemacht wird.» Die Abklärungen zur Täterermittlung liefen derweil weiter, schrieben Kapo und Schulleitung. Obwohl der Unterricht heute wieder aufgenommen wird, ist die Teilnahme nicht zwingend: «Es liegt im Ermessen der Eltern, die Schülerinnen und Schüler des Kreuzfeld 4 am Unterricht teilnehmen zu lassen. Die Kinder sind bei Fernbleiben bei der Klassenlehrkraft abzumelden», teilte die Schulleitung mit. Peter Rubeli, Schulleiter des Kreuzfeld 4, begründete diese Massnahme: «Eltern, die noch verunsichert sind, haben das Recht, ihre Kinder zu Hause zu behalten.» Einen Missbrauch befürchtet Rubeli nicht. «Es entscheiden ja die Eltern und nicht die Kinder.»

Er sei erleichtert über die Entwarnung der Polizei, sagte er. «20 Minuten» berichtete gestern, die verschmähte Liebe eines Schülers zu einer Lehrerin könnte der Grund für die Drohung sein. «Das sind Gerüchte, die ich nicht kommentieren will», erklärte Rubeli verärgert. Das müsse die Polizei prüfen. Es gehe um eine Bedrohungssituation für die Kinder - «solche Gerüchte vermitteln einen völlig falschen Fokus.» Rubeli betonte: «Es sind Kinder betroffen!» Das entscheidende sei jetzt, ihnen Sicherheit zu geben - sie hätten ein Anrecht darauf. «Wir müssen den Schülern sagen, was die Polizei ermittelt hat.»

In der gemäss Stundenplan ersten Lektion werden die Klassen durch die Klassenlehrpersonen nach einem Informationskonzept der Schulleitung betreut. Gestern habe die Schulleitung den ganzen Tag daran gearbeitet. «Die erste Botschaft ist: Wir wollen möglichst schnell zurück in die Normalität», so Rubeli. Wichtig sei zudem, sauber zu informieren. «Damit genau solche Gerüchte nicht auftauchen.» Die Lehrerschaft erhielt gemäss dem Schulleiter einen Leitfaden, alle Klassen sollen nach dem gleichen Schema orientiert werden. Für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrpersonen steht bei Bedarf die Erziehungsberatung Langenthal (062 922 35 35) zur Verfügung.

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