Schweisshunde

Auf richtiger Fährte bleiben

Such! Ueli Bärtschi bei der Arbeit mit seinem Weimaranerrüden. zvg

Schweisshunde

Such! Ueli Bärtschi bei der Arbeit mit seinem Weimaranerrüden. zvg

60 Schweisshundeführer im Kanton nahmen am Wiederholungskurs im Bergrestaurant Alp oberhalb Oberbuchsiten teil. Theoretische und praktische Tipps standen an diesem von der kantonalen Jagdhundekommission organisierten Anlass im Mittelpunkt.

Ueli Bärtschi aus Wolfisberg weiss, wovon er spricht. Er ist Wildhüter im Kanton Bern, ehemaliger Militärhundeführer und erprobter Katastrophenhundeführer. Bärtschi verstand es, den mehr als 60 Schweisshundeführern, darunter drei Frauen, im Theorieteil klar zu machen, was Nachsuchearbeit bedeutet. Anlage, Prägung, bewusster Aufbau und ein selbstkritischer Führer sind die Voraussetzungen dafür, dass aus einem Welpen einmal ein erfolgreicher Nachsuchehund wird.

Theorien gebe es viele, sagte Bärtschi. Wichtig sei, dass Schritt für Schritt aufgebaut und abwechslungsreich geübt werde. «Es gilt auch hier: Wer einen hohen Turm errichten will, muss lange am Fundament bauen.»

Bestätigung und Überdenken

Man war an diesem Weiterbildungskurs unter Praktikern. Jeder wurde mal durch das Gehörte in seiner Arbeit bestätigt, aber auch zum Überdenken der eigenen Praxis angeregt. Im zweiten Teil des Morgens war Praxis angesagt. Drei Posten waren zu besuchen. Kurt Steiner und Willi Schaad zeigten, was nach einem Schrotschuss auf ein Reh am Boden, an Zweigen oder Baumstämmen an Spuren zu finden ist. Der Jäger spricht hier von Anschuss, Schusszeichen und Pirschzeichen. Gute Augen und Erfahrung sind nötig, um überhaupt etwas finden zu können.

Anschliessend zeigten Steiner und Schaad erlaubte Waffen und Methoden zum Töten eines verletzten Tieres. Ferner waren auf zwei Tischen an die 30 Teller mit «Pirschzeichen» vorbereitet. Jeder konnte sich selbst testen, ob er die Haare, Organteile oder Knochen den entsprechenden Körperregionen des Rehs zuordnen konnte. Ueli Bärtschi demonstrierte am zweiten Posten das Anlegen von interessanten Trainingsfährten.

Er zeigte mit seinem Weimaranerrüden das Verweisen (Anzeigen von Blut, Knochen oder Haaren) auf einer kurzen Übungsfährte und das Bringselverweisen. Hermann Ruch erzählte am dritten Posten von seiner langjährigen Erfahrung als Richter und gab viele hilfreiche Tipps für die Vorbereitung und den Prüfungstag selbst. Hanspeter Studer zeigte zum Schluss eine reiche Auswahl an Hilfsmitteln und Materialien, die man zur Ausbildung eines Nachsuchehundes braucht. (otr)

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