"Ich bin dazu gedrängt worden, vielleicht von aussen. Es ist von ganz allein gekommen", fügte der Angeklagte hinzu, der in weissem Hemd und dunklem Sakko erschienen war.

Das Drama hatte sich am 23. Januar 2009 in der Krippe "Fabelland" im flämischen Städtchen Dendermonde unweit von Gent zugetragen. Der als "Joker" wie in der "Batman"-Reihe geschminkte Täter soll eine 54-jährige Betreuerin und zwei Kleinkinder erstochen haben. Die Frage der Schuldfähigkeit im Moment der Taten dürfte im Prozess eine Hauptrolle spielen.

Am Montag ging es auch um die Vorgeschichte des Angeklagten. Über seine persönliche Entwicklung gab der Beschuldigte zum Teil genaue Auskunft, erzählte von einer insgesamt glücklichen Kindheit, dann Problemen in der Pubertät. Er wollte sich der Psychologie oder dem Recht widmen - seine Eltern hätten ihn aber dazu gebracht, eine Lehre als Pfleger zu beginnen.

"Stimmen gehört"

Nach einem Selbstmordversuch habe er Pläne entworfen, "um Menschen das Leben zu nehmen", gestand er. Früheren Angaben zufolge wollte er Stimmen gehörte haben, die ihn zum Töten drängten. Das sei eine Lüge gegenüber seinen Psychiatern gewesen, gab er nun an.

Die Taten im "Fabelland" vor vier Jahren hatte das ganze Land erschüttert. Rund eine Viertelstunde soll der mutmassliche Täter gewütet haben, bevor er mit dem Fahrrad davonfuhr.

Wegen der drei Morde dort und 22 weiteren Tötungsversuchen ist er angeklagt, ausserdem für den Mord an einer alten Dame und drei Mordversuche wenige Tage zuvor. Das Urteil wird für Ende März erwartet.