Schlafzimmerräuber
Angehöriger eins Opfers reicht Anzeige gegen «Schlafzimmerräuber» ein

Ein Angehöriger einer bei einem Raubüberfall 1992 in Gerlafingen SO getöteten 84-jährigen Frau hat eine Strafanzeige wegen Mordes eingereicht. Die zuständige Staatsanwältin muss nun nochmals entscheiden, ob das Verfahren tatsächlich eingestellt wird.

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Ein allfälliger Einstellungsentscheid müsste vom Oberstaatsanwalt genehmigt werden, wie die Solothurner Staatsanwaltschaft mitteilte. Die Solothurner Staatsanwaltschaft hatte das Delikt bisher als qualifizierten Raub mit Todesfolge und Freiheitsberaubung eingeschätzt.

Der damals zuständige Staatsanwalt Matthias Welter hatte einen mutmasslich am Raub beteiligten Kosovaren 1994 nicht angeklagt. Das frühere Untersuchungsrichteramt wies die Akten 2002 dem gleichen Staatsanwalt wieder zur Anklageerhebung zu.

Gegen den heute 39-jährigen «Schlafzimmerräuber» wurde jedoch nie Anklage erhoben, wie die Staatsanwaltschaft vergangene Woche in einer Stellungnahme ohne Angabe von Gründen festhielt. Nun muss die zuständige Staatsanwältin entscheiden, ob der Fall noch einmal aufgerollt wird.

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