Zürich
Amokfahrer von Zürich: Staatsanwaltschaft geht von Unfall aus

Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat gegen den 25-jährigen Solothurner, der am Freitag in Zürich in eine Menschenmenge gerast ist, ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung eröffnet. Sie geht von einem Unfall aus.

Merken
Drucken
Teilen
Amokfahrt an der Langstrasse
13 Bilder
 «Es gab mindestens einen Toten und mehrere Verletzte», sagt René Ruef, Sprecher der Stadtpolizei Zürich.

Amokfahrt an der Langstrasse

Newspictures

Am letzten Freitagmorgen, kurz vor 5.30 Uhr, über fuhr der Solothurner Sascha C. (25) betrunken im Zürcher Kreis 4 vor der Lambada-Bar mehrere Personen. Ein 39-jähriger Schweizer stirbt vor Ort, vier weitere Männer werden teilweise schwer verletzt.

Der Wagenlenker und seine Beifahrerin werden nur leicht verletzt. Sascha C. wurde inzwischen auch mehrmals verhört. C. sagt aus, dass es sich um einen Unfall gehandelt habe. Dies hätten auch die bisherigen Ermittlungen ergeben, schreibt die Staatsanwaltschaft in einer Mitteilung. Hinweise, dass er seinen Wagen absichtlich in die Personengruppe gelenkt habe, lägen keine vor.

Antrag auf U-Haft

Wieviel Promille der 25-Jährige intus hatte, ist ebenfalls noch unklar. Die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat hat nun aufgrund der ersten Ermittlungen ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung gegen Sascha C. eröffnet und Antrag auf U-Haft gestellt.

Drei der vier Verletzten sind auf dem Weg zur Besserung, der Gesundheitszustand eines 21-jährigen Schweizers ist nach wie vor kritisch. Alle vier Personen befinden sich noch im immer im Spitalp. Dass Sascha C. vor der Todesfahrt seine Freundin, eine brasilianische Barfrau, mit einer Eisenstange verprügelt haben soll, ist ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen. (rsn)