Unterägeri
Alles nur vorgetäuscht: Eigene Mutter versteckte 11-jährige Svenja

Die Umstände um das Verschwinden einer 11-Jährigen aus Unterägeri im Kanton Zug sind geklärt: Das Mädchen war nur dem Schein nach vermisst. Die Mutter hatte das Kind versteckt und inszenierte einen Vermisstenfall.

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Wurde von ihrer Mutter versteckt: Die 11-jährige Svenja.

Wurde von ihrer Mutter versteckt: Die 11-jährige Svenja.

Die Umstände für das Verschwinden der elfjährigen Svenja aus Unterägeri ZG sind geklärt: Das Kind war nur zum Schein vermisst. Die Mutter hatte es versteckt und den Vermisstenfall inszeniert. Die Frau wurde inzwischen in eine psychiatrische Klinik gebracht.

Auslöser für den Vorfall waren wohl psychische Probleme. Der Notfallpsychiater wies die Frau umgehend in eine Klinik ein, wie es bei der Zuger Polizei auf Anfrage hiess. Aufgrund dieser Probleme lebte das Mädchen auch bereits in einem Internat.

Dass das Mädchen versteckt wurde, ergab sich aus ersten Befragungen. Statt am Montag vom Internat zum Schulhaus zu gehen, ging das Mädchen morgens um 8 Uhr nach Hause zu seiner Mutter. Dort blieb es bis am Dienstag.

Als es der Mutter zu viel wurde, brachte sie ihr Kind in die Wohnung des Nachbarn. Zu dieser Wohnung hatte sie für Ferienabwesenheiten einen Schlüssel. Am Dienstagabend wurde das Mädchen dann vom Nachbarn gefunden. Der Mann habe mit der ganzen Sache nichts zu tun, sagte der Sprecher weiter. Er habe sofort die Polizei informiert.

Suchaktion dauerte 30 Stunden

Ob das Mädchen freiwillig zu seiner Mutter ging oder von ihr nach Hause beordert worden war, ist noch unklar. Wie die Zuger Polizei am Mittwoch mitteilte, wird zudem abgeklärt, ob gegen die Frau rechtliche Schritte eingeleitet werden. Es werde auch geprüft, ob ihr die Kosten für den Polizeieinsatz auferlegt würden.

Die Zuger Polizei war mit Hunden und einem Helikopter ausgerückt, um das Mädchen zu finden. 30 Stunden wurde gesucht. Auch ein Grossaufgebot der Armee und des Zivilschutzes war beteiligt. (sda)