Fast alle Teilnehmer des Marsches trugen weisse T-Shirts. Der Zug begab sich in Stille zum Restaurant des Golfplatzes. Zu den Trauernden gehörten Menschen aus der Region sowie Angehörige ​​und Freunde von Marie, wie die Polizei von Payerne berichtete. Beim Golfplatz angekommen legten die Trauernden Kerzen nieder und gedachten des Opfers.

Die 19-Jährige war am Montag in der Nähe des Golfplatzes entführt worden. In der Nacht auf Mittwoch fand die Polizei ihre Leiche im Kanton Fribourg. Maries Mörder hatte die Beamten selbst dorthin geführt.

Fussfessel abgestreift

Er gab zu, die Frau gewaltsam ins Auto gezerrt und entführt zu haben. Dort fesselte er sie mit einem Klebeband. Trotz einem Grosseinsatz der Polizei mit rund 20 Patrouillen blieb das graue Auto des Entführers verschwunden. Am Dienstag wurde er nach einer waghalsigen Verfolgungsjagd gestoppt.

Der 36-Jährige hatte 1998 seine damalige ex-Freundin in ein Chalet nach La Lécherette entführt, vergewaltigt und getötet. Dafür wurde er zu einer Freiheitsstrafe von 20 Jahren verurteilt. Einer lebenslänglichen Strafe entging er nur wegen seines jugendlichen Alters von 22 Jahren. Nachdem er einen Drittel der Strafe abgesessen hatte, befand er sich seit August 2012 im Hausarrest. Dabei musste er eine elektronische Fussfessel tragen. Er entledigte sich ihrer jedoch kurz nach der Entführung.

Die Waadtländer Justiz hat eine Administrativuntersuchung zu dem Fall eröffnet. (sda/cze)