Aargauer Lehrer wegen Missbrauchvorwurf verhaftet

Der 53-jährige Aargauer Oberstufenlehrer wurde unter dem Vorwurf des sexuellen Missbrauchs verhaftet. Der Mann sitzt seit einer Woche in Untersuchungshaft und ist geständig. Die Schule Wohlen, wo er angestellt war, hat ihn sofort entlassen. Geschehen sind die sexuellen Übergriffe an der Oberstufe in Merenschwanden.

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Toni Widmer

Ein 53-jähriger, im Kanton Zürich wohnhafter und zuletzt in Wohlen AG tätiger Lehrer, hat laut dem Murianer Bezirksamtmann Urs Hoppler zugegeben, in der Zeit von 1996 bis 1998 einen damals 13- bis 15-jährigen Knaben sexuell schwer missbraucht zu haben. Der Mann habe in der fraglichen Zeit in Merenschwand unterrichtet.

Von dort stammt auch das heute 27-jährige Opfer, welches vor 10 Tagen bei der Kantonspolizei Anzeige erstattet hat. Der junge Mann habe während Jahren nicht über die damaligen Vorfälle reden können, sei jetzt aber im Sinne einer Aufarbeitung der Geschehnisse an die Polizei gelangt.

Der Lehrer wurde per sofort entlassen, wie es an der Pressekonferenz der Schulpflege Wohlen von heute Nachmittag hiess. Bisher sei kein anderer Fall bekannt.

Zudem habe der Lehrer vor ca. zehn Tagen eine Ausbildung als schulischer Heilpädagoge abgeschlossen, welche er auf eigenen Wunsch absolviert hat.

War nicht auffällig

Der des sexuellen Missbrauchs beschuldigte Lehrer, welcher seit einer Woche in Untersuchungshaft sitzt, sei damals in Merenschwand in keiner Weise auffällig gewesen, erklärte der damalige Schulpflegepräsident Hannes Küng gegenüber a-z.ch.

Laut Urs Hoppler kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Verdächtige noch mit weiteren Jugendlichen sexuelle Kontakte gepflegt hat. Die laufenden Untersuchungen würden darüber Aufschluss geben, erklärte der Bezirksamtmann.

Die Schulpflege Wohlen hat heute Morgen die Lehrerschaft informiert und einen Elternbrief verschickt.