Mord

62-jähriger Kosovare soll wegen Mordes für 18 Jahre ins Gefängnis

Tödliches Beziehungsdrama in Aarau im Damm-Quartier, Strasse «Im Ifang». Ein Kosovare tötete hier seine Ehefrau.

Tödliches Beziehungsdrama in Aarau im Damm-Quartier, Strasse «Im Ifang». Ein Kosovare tötete hier seine Ehefrau.

Ein heute 62-jähriger Kosovare tötete im März 2011 seine 59-jährige Ehefrau in der gemeinsamen Wohnung in Aarau. Nun erhebt die Aargauer Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Mann. Sie fordert eine Freiheitsstrafe von 18 Jahren wegen Mordes.

Die Aargauer Staatsanwaltschaft wirft dem heute 62-jährigen Kosovaren vor, im März 2011 seine damals 59-jährige Ehefrau in der Wohnung in Aarau erstochen zu haben. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen Mordes.

Dem Beschuldigten wird  vorgeworfen, dass er seit einiger Zeit geplant hatte, seine serbische Ehefrau umzubringen und dabei besonders skrupellos vorging. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Freiheitsstrafe von 18 Jahren.

Mit Messer auf Ehefrau eingestochen

Der Kosovare tötete seine Ehefrau im März 2011 zu Hause in der gemeinsamen Wohnung, indem er mit einem Messer mehrmals an verschiedenen Körperstellen - hauptsächlich im Bereich des Oberkörpers - auf sie einstach. Zusätzlich drückte er ihr noch ein Kissen auf den Kopf. «Das zeugt von der Skrupellosigkeit des Täters», sagt Elisabeth Strebel, Mediensprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft. Die Frau verstarb noch am Tatort. Todesursache sei ein Herz-Kreislaufversagen, möglicherweise in Kombination mit Ersticken, so Strebel.

Als Motiv gibt die Staatsanwaltschaft ein «von ihm selbst verschuldetes eheliches Zerwürfnis» an. «Er drohte ihr mehrmals und verspürte scheinbar starken Hass gegen seine Frau», sagt Strebel.

Zuerst geflüchtet, dann gestellt

Nach damaligen Polizeiangaben verliess der Kosovare nach der Tat die Wohnung und stieg in aller Ruhe in sein Auto ein. «Ich habe gesehen, wie er mit dem Wagen weggefahren ist», bestätigte kurz nach der Tat ein Augenzeuge vor Ort der Aargauer Zeitung.

Der Täter wusste offenbar genau, wo er hin wollte. Auf direktem Weg steuerte er den Polizeiposten in der Aarauer Innenstadt an. Dort stellte er sich der Kantonspolizei und sagte aus, dass er gerade seine Ehefrau getötet habe.

Die Anklage ist am Bezirksgericht Aarau hängig. (AHU)

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