Schlieren
34 Pöstler nach Fund von Stärkepulver in Briefen im Spital

Mitarbeiter des Briefzentrums Mülligen meldeten gestern Abend, dass zwei Briefe mit weissem Pulver bei verschiedenen Mitarbeitern Reizungen ausgelöst hätten. Mit grosser Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei der gefundenen Substanz um Stärkepulver.

Werner de Schepper und Jürg Krebs
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Spezialisten mit Schutzkleidern und -masken beim Briefzentrum
11 Bilder
Postangestellte auf dem Sammelplatz im Briefzentrum in Schlieren
Verdächtiges Pulver im Schlieremer Briefzentrum gefunden
Sanität und Feuerwehr waren mit einem Grossaufgebot vor Ort
Kurz nach 20 Uhr wurde das Pulver gefunden
Einsatzkräfte vor dem Briefzentrum
Krankenwagen stehen in Schlieren bereit
Die Polizei gibt Entwarnung: Das Pulver ist nach ersten Erkenntnissen harmlos.
Kurz vor Mitternacht wurde die Post wieder freigegeben
Die Polizei ist mit einem Grossaufgebot vor Ort
Der Sammelplatz beim Briefzentrum

Spezialisten mit Schutzkleidern und -masken beim Briefzentrum

Keystone

Sofort wurden alle Mitarbeiter des grössten Schweizer Briefzentrums evakuiert. Ein Grossaufgebot von Polizei und Feuerwehr sowie über zwei Dutzend Ambulanzen rückten aus. Insgesamt mussten 34 Personen ins Spital eingeliefert werden.

Das weisse Pulver soll bei ihr Reizungen und stärkeres Unwohlsein hervorgerufen haben. Auch ein Dutzend weitere Personen klagten über Unwohlsein. Unterdessen stieg vor dem Zentrum die Nervosität. Mitarbeiter der Post fragten sich verängstigt: Handelte es sich wirklich um einen Giftanschlag? War Antrax im Spiel? War es ein Anschlag gegen die Post?

Erst zwei lange Stunden und 45 Minuten später brach bei den Evakuierten leiser Applaus aus: Die Polizei informierte sie, dass es sich laut ersten Erkenntnissen um ein «harmloses Pulver» gehandelt habe, das man in den beiden Briefen gefunden habe. Nach Angaben der Kantonspolizei Zürich handelte es sich bei der Substanz jedoch mit grösster Wahrscheinlichkeit um Stärkepulver. Dies hätten Messungen durch herbeigezogenen Fachleute ergeben. Kurz nach Mitternacht gab sie das Briefzentrum wieder frei.

Der Betriebsunterbruch hat nach Angaben der Post zur Folge, dass am Mittwoch zwischen 1,5 und 2 Millionen A-Post-Briefe aus und in die Region Zürich und die Ostschweiz nicht am Folgetag zugestellt werden können.