Drogenhandel

17-Jähriger dirigierte schweizweit tätiges Drogenhändler-Netz

Ein sichergestelltes Heroinpaket wird im Labor untersucht (Archiv)

Ein sichergestelltes Heroinpaket wird im Labor untersucht (Archiv)

Ein im vergangenen Dezember in Zürich verhafteter 17-jähriger albanischer Drogenhändler hat sich als grosser Fisch erwiesen. Der Minderjährige dirigierte einen in mehreren Kantonen tätigen Drogenhändler-Ring.

Der junge Mann wird verdächtigt, mit rund 25 Kilo Heroin gehandelt zu haben. Die Untersuchung gegen vier weitere in den Fall involvierte Personen wird von den Genfer Behörden geführt. Dies sagte der Anwalt des ebenfalls beschuldigten älteren Bruders des Haupttäters zu einem Bericht der Zeitung "Tribune de Genève".

Der 17-Jährige leitete seine Organisation mit grosser Autorität. Weil er noch keinen Führerausweis besitzt und weil er nicht erwischt werden wollte, liess er sich von seinem älteren Bruder chauffieren.

Der junge Drogenhändler-Chef kommt demnächst in Zürich vor ein Jugendgericht. Dort erwartet ihn eine Höchststrafe von vier Jahren Gefängnis. Die in Genf einsitzenden älteren Mitangeklagten könnten mit Strafen von bis zu 20 Jahren Gefängnis bestraft werden, je nach ihrer Rolle und der Menge der gehandelten Drogen.

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