Das Mädchen sei am Freitag in seinem Haus im Bezirk Chatra (Bundesstaat Jharkhand) bei lebendigem Leib verbrannt worden, erklärte der stellvertretende Bezirkschef, Jitendra Kumar Singh. Mutmasslich sei es in der Nacht zuvor vergewaltigt worden.

Nach Angaben von Familienangehörigen des Opfers entführten vier augenscheinlich betrunkene Männer das Mädchen am Donnerstagabend von einer Hochzeitsfeier. An einem verlassenen Ort soll es dann zum sexuellen Missbrauch gekommen sein.

Nachdem der Vater des Mädchens sich bei Mitgliedern des Dorfrats beschwert habe, hätten die Verdächtigen eine Strafe von umgerechnet rund 740 Franken und 100 Rumpfbeugen erhalten, sagte Singh. Aus Verärgerung über die Beschwerde des Vaters seien die Männer in das Haus der Familie eingedrungen, hätten Angehörige geschlagen, das Mädchen mit Treibstoff übergossen und es angezündet.

Zuvor hatten Berichte über die Vergewaltigung und Ermordung einer Achtjährigen im nordindischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir sowie weitere Fälle von sexuellen Übergriffen auf junge Mädchen für Empörung gesorgt.

Die indische Regierung hat kürzlich strengere Strafen für sexuelle Gewalt gegen Kinder beschlossen. Demnach können Menschen, die wegen Vergewaltigung von Mädchen unter zwölf Jahren verurteilt werden, die Todesstrafe erhalten.