Diebstähle

1280 registrierte Diebstähle – Diebesbanden in der Migros?

Die Migros-Genossenschaft Aare will als Konsequenz die Überwachung intensivieren. (niz/Archiv)

Migros

Die Migros-Genossenschaft Aare will als Konsequenz die Überwachung intensivieren. (niz/Archiv)

In Migros-Filialen in den Kantonen Aargau, Solothurn und Bern sind im ersten Halbjahr 2009 rund 1280 Diebe erwischt worden. Dies obwohl nicht mehr Kontrollen durchgeführt worden seien. Es seien sogar Diebesbanden in der Migros unterwegs, die ganze Gestelle ausräumen.

In Migros-Filialen im Mittelland wird wieder häufiger gestohlen. Sogar organisierte Diebesbanden seien beobachtet worden, die ganze Regale von Kosmetika und elektronischen Geräten einpackten.

Heinz Schibli, Präsident der Vereinigung für Sicherheit im Detailhandel und Leiter des Sicherheitsdienstes bei der Migros-Genossenschaft Aare, belegt die Diebstähle gegenüber tagesanzeiger.ch/newsnetz mit Zahlen. Von Januar bis Juni 2009 sei rund 10 Prozent, also rund 130 Delikte mehr verzeichnet worden, als dies im ersten Halbjahr 2008 der Fall war.

Zudem haben gegenüber 2008 auch die Deliktbeträge um fast das Dreifache zugenommen. Schibli erklärt dies so: «Die Zunahme bei den Diebstählen geht auf organisierte Banden zurück. Diese packen im grossen Stil ein, was die stark gestiegenen Deliktbeträge erklärt.» Vor allem auf Güter wie Kosmetika, Parfüme und elektronische Geräte, die man lukrativ wiederverkaufen kann, hätten es die Banden abgesehen.

Die Ladendiebe kämen laut Schibli zur Hälfte aus der Schweiz und zur Hälfte aus dem Ausland. Bisher sei es bei Verhaftungen nur selten zu Gewalt gekommen.

Als Gegenmassnahme würden nun die Ladendetektive gezielter ausgebildet und die Überwachung intensiviert. Das Wichtigste aber sei aber gut geschultes Verkaufspersonal, das Augenkontakt suche. Dies würde die Diebe abschrecken, da sie nicht mehr unbemerkt vorgehen können.

Beim Detailhandel-Konkurrenten Coop verzeichne man nicht mehr Diebstähle. «Weder normale Diebstähle noch Bandendiebstähle», wie Coop-Sprecher Karl Weisskopf tagesanzeiger.ch/newsnetz gegenüber sagt.

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