Junge Begabung im verdienten Rampenlicht

Der diesjährige «Open House»-Anlass im Grenchner Lindenhaus war ein Erfolg. Viel Musik, Tanz sowie kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt zogen ein breit gefächertes Publikum an.

Drucken
Junge Begabung im verdienten Rampenlicht

Junge Begabung im verdienten Rampenlicht

Solothurner Zeitung

André Weyermann

Das neue Konzept am Nachmittag hat sich ausgezahlt. Eine Tatsache, welche auch die Hauptverantwortliche für den «Open House»-Anlass, Regula Lüthi, herausstrich. «Wir konnten so eine erfreuliche Anzahl von Jugendlichen begrüssen. Aber auch der Aufmarsch anderer Altersgruppen war mehr als nur zufriedenstellend», resümierte sie. Und tatsächlich: Eine grosse Zuschauerzahl beklatschte die Talentshow in Form eines Karaoke-Wettbewerbs, den Auftritt der Schülerband sowie denjenigen der Kindertanzgruppe «Las Chiquitas».

Junge Talente, nahe am Original

Immerhin 16 Teilnehmerinnen hatten sich in zwei Alterskategorien für die Talentshow eingeschrieben und machten es der Jury (die Musiker «Jerry» und Debby Saias sowie Hannes Luterbacher vom Lindenhaus-Team) nicht leicht. Gut vorbereitet von Rosaria Saias, zeigten sie durchwegs starke Leistungen und bei einigen Darbietungen war der Unterschied zum Original kaum mehr zu bemerken. Bei den Jüngeren (7 bis 12 Jahre) bedachte die Jury schliesslich Amina Muinyis Power-version von Duffys «Mercy» mit dem ersten Preis. Lara Destiny («Tik Tok» von Kesha) wurde für ihren temperamentvollen Auftritt mit dem zweiten Platz belohnt und Giorgia Di Caro («Primavera» von Marina Rei) sang sich gefühlvoll auf den dritten Rang.

Von Aretha Franklin («Think») stammte das Siegerlied in der Kategorie der 13- bis 16-Jährigen. Chelsea Zurflüh begeisterte dabei sowohl das Publikum wie auch die Jury mit ihrer ausdrucksstarken und energiegeladenen Stimme. Valeria Loperfido zeigte echtes Showtalent bei ihrer Interpretation von Ray Charles’ «Hit the Road Jack». Nicoletta Partenope (Rihanna, «Stupid in Love») sang sich schliesslich auf Rang drei.

Ein getanztes Feuerwerk

Die Schülerband von José de Mena hielt die Stimmung danach hoch. Obwohl Chiara (Gesang, Schlagzeug), Lorena (Gesang, Schlagzeug), Marco (Bass), Daniel (Gitarre) sowie Athos (Saxofon) erst seit knapp einem Jahr zusammenspielen, wirkte der Sound kompakt und dicht.

Für Bewegung sorgte die Kinder-Salsagruppe «Las Chiquitas». Unter der Leitung von Sussel Faga boten die 15 Tänzerinnen eine ausdrucksstarke Darbietung mit vorwiegend südamerikanischen Rhythmen. Staunende und leuchtende Augen rief bei den Zuschauern vor allem das Schlussfeuerwerk mit dem WM-Tanz nach Shakiras Musik hervor.

Frauenpower und knochenharter Rap

Auch das Abendprogramm startete mit Tanz. Las Chispas Divinas (göttliche Funken) unter der Leitung von Debby Saias brillierten mit einem gut einstündigen Feuerwerk an heissen Rhythmen von Salsa bis Tango. Als Glücksgriff erwies sich das Engagement der Gruppe Gibberish. aus Biberist. Maya Krämer, Anja Meyer und Romy David vermittelten in ihrem Unplugged-Auftritt Spielfreude pur. Die glasklaren Stimmen waren sowohl solo als auch im Chor ein Ohrenschmaus und die Arrangements von Stücken bekannter Grössen wie «Oasis», «Red Hot Chili Peppers» oder Johnny Cash zeugten von eigenwilliger Kreativität.

Ihr vielseitiges Talent stellte dann Debby Saias mit eigenen und Coverstücken aus dem Rhythm-and-Blues-Bereich unter Beweis. Schliesslich eroberten auch die Herren der Schöpfung die Bühne und sorgten für einen musikalischen Stilwechsel. Die Rapper King Sod, Zombie und Sonix absolvierten ihren Auftritt mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen, und die Rock-Band Stainless sorgte mit durchdachten Eigenkompositionen aus der Feder von Gitarrist und Sänger Simon Hofstettler für einen ebenso knochenharten wie sympathischen Abschluss.

Aktuelle Nachrichten