Der Zürcher Unterländer Lienhard, der am Sonntag als einer von sechs Schweizern, darunter auch Michael Albasini und der Aargauer Silvan Dillier, die Schweiz in Alkmaar in Holland an der Europameisterschaft vertritt, machte am Brugger Abendrennen dieser Woche einen letzten Formtest.

«Das Wetter war weder am Dienstag noch am Mittwoch ideal zum Trainieren, Da kam es mir die Teilnahme am Abendrennen gerade gelegen», begründete Lienhard seinen Start im Brugger Schachen. Obwohl bis kurz vor dem Start des zweitletzten Abendrennens der 53. Saison gewittrige Schauer niedergingen, konnten die Fahrer der Hauptkategorie das Rennen auf nahezu trockenen Strassen absolvieren.

Sieg nicht mehr zu nehmen

Das beflügelte vor allem Lienhard. In der Anfangsphase lag er während sechs Runden alleine in Front. Ab Mitte Rennen erhielt er Gefolgschaft von David Amsler, dem Gesamtführenden. Dieses Duo überrundete drei Runden vor Schluss das Feld, womit dann auch die Fahrer im Felde wieder punkten konnten.

Mit Ausnahme der ersten und letzten Sprintwertung gewann Lienhard alle acht, in jeder fünften Runde ausgetragenen Wertungen. Damit war ihm der Sieg im zweitletzten Rennen nicht mehr zu nehmen.

Am Schluss schwang Lienhard, der am 15. Mai bereits das Eröffnungsrennen der 53. Abendrennen-Saison gewonnen hatte, mit 17 Punkten Vorsprung vor David Amsler obenaus. Der eine Runde zurückliegende Timo Güller, der die erste und letzte Wertung holte, wurde Dritter.

Lienhard gewinnt auch den Supersprint

Im Super-Sprint über acht Runden trafen zum Abschluss des zweitletzten Abendrennens die Saisonbesten aufeinander. Da gab es in jeder Runde für die ersten vier Wertungspunkte. Hier wollte Lienhard seine gute Verfassung nochmals unterstrichen und holte sich ebenfalls den Sieg.

Dies wiederum als Animator: «In den Sprints merkte ich, dass ich nicht mehr so frisch war wie im Kriterium. Da ich auch diesen Sieg wollte, zog ich auf den letzten drei Runden alleine los». Am Schluss ging die Rechnung für Lienhard auf. Er schwang mit zwei Punkten Vorsprung vor Timo Güller, dem Saisonbesten der Jahre 2014, 17 und 18, in diesem Supersprint obenaus.

Anfänger Stäuble belohnt

Auch im Nachwuchsrennen, der Prüfung der Anfänger und Junioren wurde der Animator für seine Angriffslust belohnt. Jonas Stäuble (Sulz) riss sofort nach dem Start aus dem Anfänger-Feld vor und verwaltete den ihm als Unterklassigen zugestandenen Vorsprung so gut, dass er von den Junioren punktemässig nicht mehr vom ersten Platz verdrängt werden konnte.

Auch beim Nachwuchs gewann mit Jonas Stäuble (Sulz) der Animator.

Auch beim Nachwuchs gewann mit Jonas Stäuble (Sulz) der Animator.

Dies auch dann, als die Junioren ihn eingeholt hatten. Am Schluss hatte Stäuble doppelt so viele Wertungspunkte, nämlich deren 44 wie der zweitplatzierte, der Junior Jeannot Rey (Unterentfelden), der auf 22 Zähler kam.

Rey, der in dieser Saison bereits sechs Rennen des Nachwuchses gewonnen hat, revanchierte sich dann im Supersprint der Anfänger und Junioren und schwang vor Dominik Weiss (Sulz) und Sebastian Roth (Seon) klar obenaus.

Keine neuen Siegergesichter

Keine neuen Siegergesichter brachten die Schülerrennen. Im Rennen der Jahrgänge 2005 und 2006 holte sich Francesco Caruso (Unterlunkhofen) zum sieben Male den Sieg. Noch erfolgreicher ist Lars Emmenegger (Kaisten), der in der Kategorie der Jahrgänge 2007 und jünger fährt.

Er holte sich bei seinem zehnten Start auch zum zehnten Mal den Sieg und ist damit ganz klar der Seriensieger der Saison 2019. Einer Saison, die am kommenden Mittwoch, den 14. August, mit dem zwölften Abendrennen zu Ende geht.