Schweizerische Volkspartei

Zweifel an der Energiestrategie 2050

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Unter Leitung von OT-Redaktor Urs Huber, diskutierten Dr. Urs E. Zurfluh, Nationalrat Stefan Müller-Altermatt, Barbara Büchli und Thomas Fürst.

Podiumsteilnehmer

Unter Leitung von OT-Redaktor Urs Huber, diskutierten Dr. Urs E. Zurfluh, Nationalrat Stefan Müller-Altermatt, Barbara Büchli und Thomas Fürst.

Organisiert von der CVP Olten diskutierten namhafte Experten über die langfristige Sicherheit unserer Energieversorgung. Ihr Verdikt lautet Nein!

Barbara Büchli, Expertin Energiewirtschaft beim Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen VSE, forderte in einem ersten Input-Referat eine umfassende Analyse unserer Energieversorgung im europäischen Umfeld. Denn die Schweiz könne sie keinesfalls im Alleingang meistern; minütlich mussten wir in einem Verbundsystem Stromspannung ausgleichen um unser Netz zu stabilisieren. 

Nach Thomas Fürst, Geschäftsführer bei der Alpiq Hydro Aare müsse Deutschland die Dekarbonisierung (grosse Braunkohlekraftwerke!) in Angriff nehmen und Frankreich viele Atomkraftwerke vom Netz nehmen. Die Stromproduktion werde damit abnehmen, während die Nachfrage sich massiv (durch Elektro-Autos etc). erhöhen wird. Wegen der tiefen Strompreise werde aber wenig neue Leistung zugebaut. Zudem gelinge es Deutschland nicht, die Windkraftenergie vom Norden in den wirtschaftlich bedeutenden Süden zu transportieren. Energiespeicher seien von zentraler Bedeutung, um die Versorgungssicherheit in der Winterflaute (kein Wind und keine Sonne) zu gewährleisten. Wirtschaftliche und klimafreundliche Lösungen seien dazu aber nicht in Sicht. Sein Unternehmen, so Fürst weiter, werde in den nächsten Jahren in unserer Region 60 Mio. Franken investieren, um die Stromproduktion durch Wasserkraft umweltfreundlich zu gestalten. Das bedeute eine Einbusse der Wasserkraft im Umfang der 10-fachen Leistung des Kraftwerkes Ruppoldingen! Auf eine Frage von OT-Redaktor Urs Huber in der Podiumsdiskussion bejahte nur Barbara Büchli unter einigen Auflagen, dass unsere Energieversorgung bis ins Jahre 2050 gesichert sein könnte. Nationalrat Stefan Müller-Altermatt sah diese Garantie bis im Jahre 2035 für gegeben. Ihm schlossen sich auch Thomas Fürst und Dr. Urs Zurfluh, Verwaltungsrat a.en/sbo an. Dies gelinge jedoch nur, so Zurfluh, wenn man den Energieverbrauch glätten könne. Ein vielversprechendes Mittel sieht er dazu in Smart Metern; Energie solle dann verbraucht werden, wenn Strom reiflich vorhanden sei. Er sieht die a.en sbo gut aufgestellt: die sbo biete drei Sorten Strom an, wovon zwei vollständig aus nachhaltiger Produktion stammen – eine Option, die Nationalrat Stefan Müller-Altermatt im Bezirk Thal vermisst.

Christoph Fink, Olten

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