Zur 84. GV des Natur- und Vogelschutzvereins Suhr konnte Präsident René Estermann rund 20 Personen im Restaurant Sportplatz begrüssen. Den Auftakt machte Beat Stöckli aus Erlinsbach mit einem kurzweiligen Referat über den Biber, seine Lebensweise und seine Rückkehr in unsere Region. Auf die Verpflegung folgte der statutarische Teil.

Zwei verdiente Vorstandsmitglieder waren zu verabschieden, beide aus dem gleichen Grund: Sie werden sich künftig als Gemeinderäte für die Anliegen der Natur in Suhr einsetzen. Daniel Rüetschi, Biologe, Geologe, Ortsbürger und Vizeverwaltungsratspräsident der TBS Suhr, betreute im Verein vor allem Projekte in Zusammenarbeit mit Ortsbürgern, Forst, TBS und IBA. Thomas Baumann lieferte nicht nur Dutzende von Projektideen und Visionen, sondern setzte auch vieles um: Hecken, Brachen und Tümpel als Landwirt, Gewässer im und ausserhalb des Siedlungsraumes, Naturinseln im Siedlungsraum; Suhr hätte ohne sein Wirken ein anderes Gesicht! Der Übertritt in den Gemeinderat hat für den Verein zwei Seiten: Wir freuen uns, dass die Natur im Gemeinderat zwei neue starke Stimmen hat; gleichzeitig fehlt die Tatkraft der beiden in der Vereinsarbeit.

Zum Glück weist Suhr eine Reserve an kompetenten Naturschützern auf, die sich für die Mitarbeit im Verein begeistern lassen: Marcus Wester, Landschaftsgärtner und Natur- und Umweltfachmann, sowie Lukas Kohli, Umweltnaturwissenschaftler, konnten für die Vorstandarbeit gewonnen werden.

Der NVV Suhr hat mit der Gemeinde eine Leistungsvereinbarung zur Naturförderung. Die Arbeit wird dem Vorstand also nicht ausgehen. Neben den „traditionellen“ Vereinsaufgaben wie Exkursionen und Arbeitseinsätze betreut der Verein eine umfangreiche Projektliste. Amphibienvernetzung, Aufwertungen in verschiedenen Ecken der Gemeinde, Heckenpflege und Lichter Wald sind nur einige der ausführungsreifen Projekte.