Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Aargau

Wohnungssuche, Deutsch lernen und Kabuli

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Lisa Züger und ihr Mentee

Lisa Züger und ihr Mentee

Lisa Züger engagiert sich freiwillig beim Jugendrotkreuz Kanton Aargau als Mentorin. Die 25-Jährige begleitet einen jungen Afghanen und hilft ihm dabei Deutsch zu lernen, die Hausaufgaben zu machen und da eine Anstellung zu finden. Im Bericht erzählt die Gränicherin, wie sie auf das Engagement gestossen ist und was sie in dieser Zeit gelernt hat.

Gränichen.- Lisa Züger trifft ihren Mentee wenn möglich jede Woche, aber mindestens zweimal im Monat. «In erster Linie war ein grosser Wunsch von ihm, in eine eigene Wohnung zu ziehen, was auch geklappt hat. Jetzt arbeiten wir gemeinsam an seinem Deutsch und versuchen Arbeit für ihn zu finden», erklärt die Gränicherin das Ziel ihres Engagements.

1-zu-1 Kontakt im Fokus

Züger wollte sich freiwillig betätigen und stiess auf das Jugendrotkreuz Kanton Aargau: «Ich arbeite am Empfang eines Hotels. Weil ich unregelmässige Arbeitszeiten habe und da ich gerne 1-zu-1 im Kontakt mit Menschen stehe, habe ich mich für das Mentoring entschieden.» Nach einem Vermittlungsgespräch mit den Verantwortlichen des Jugendrotkreuzes kommt es dann auch zum ersten Treffen zwischen dem Mentee und Züger. Mittlerweile treffen sich die beiden schon seit Dezember 2019: «Er lernt sehr fleissig Deutsch und gibt sich viel Mühe, besser zu werden.»

«Ich empfehle es jedem»

Auf die Frage, welches gemeinsame Erlebnis ihr am meisten Freude bereitet hat, antwortet Züger: «Nach dem Umzug in die eigene Wohnung hat er mich zum Abendessen eingeladen. Er und sein Mitbewohner haben gekocht und wir haben uns über lustige deutsche Ausdrücke unterhalten.» Während der Corona-Krise konnten sich die beiden nicht persönlich treffen und verschoben ihre Lektionen auf Videocalls. In einem dieser Videoanrufe hat ihr der Mentee geholfen, das afghanische Gericht «Kabuli» nachzukochen. Für die 25-Jährige steht fest: «Das Mentoring ist ein sehr sinnvolles Projekt und ergänzt mein Privatleben perfekt. Ich empfehle es jedem, da einmal reinzuschnuppern und vielleicht sogar zu bleiben!»

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