Natur- und Vogelschutzverein Wohlen

Wo wilde Tiere wohnen

megaphoneVereinsmeldung zu Natur- und Vogelschutzverein Wohlen

Der Natur- und Vogelschutzverein Wohlen besuchte an seiner monatlichen Exkursion am Donnerstag, 11. Juni die wilden Tiere in Anglikon. Die Teilnehmer waren begeistert.

„Leider gibt es heute nur noch einen einzige Mehlschwalben-Brutplatz in Wohlen“, erzählte Co-Präsident Thomas Burkard. Dieser befindet sich in Anglikon. „Vor 30 Jahren waren Mehlschwalben in Wohlen häufig. Heute sind sie verschwunden“, so Burkard. Um den Brutplatz in Anglikon zu sichern, hatten der Verein und die Besitzer der Liegenschaft vor ein paar Jahren extra weitere Nisthilfen angebracht. Diese werden nun zögernd besiedelt. „Neben Nistmöglichkeiten fehlt es den Vögeln  auch an Insekten als Nahrungsgrundlage“, vermutete Burkard. Ebenfalls  rar geworden sind heute Rauschwalben,. „Rauschwalben brüten bei uns ausschliesslich in Ställen. Dabei benötigen sie die Wärme der unter gebrachten Nutztieren. Früher gab es viel mehr   Kuhställe“, führte Thomas Burkard aus. Bevorzugt werden Ställe mit Kühen. Beim Schwellhof in Anglikon konnten die Teilnehmenden aber Rauchschwalben in einem Pferdestall bewundern.

Dessen Besitzer Sybille und Peter Meyer wiesen  auch auf die anderen Nisthilfen hin, welche sie in den letzten Jahren am Hof angebracht hatten. So brütet die Schleiereule im Scheunendach, die Igel verkriechen sich unter einem Heulager und die Fledermäuse nutzen verschiedenste Nischen und auch den an einem Obstbaum angebrachten Spezialkasten. Nach diesen Eindrücken verdauten die Teilnehmer das Gehörte bei einem ausgiebigen Apéro beim Schwellhof. Dabei konnte man nochmals über die Exkursion sinnieren und den jeweils am ersten Samstag im Monat geöffneten Hofladen besuchen. Fazit: Vielen Tieren geht es heute schlechter als früher, man kann ihnen aber mit Massnahmen helfen. Dazu gehören neben Nisthilfen auch artenreiche Wiesen und eine abwechslungsreiche Landschaft mit vielen Kleinstrukturen dazu. 

Meistgesehen

Artboard 1