Philatelistenverein

Wie man mit gezackten Papierchen eine Medaille gewinnen kann

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Der Philatelistenverein Zurzach und Umgebung nahm an der Briefmarkenausstellung RyhBra in Altstätten SG teil

Mitte Juni wurde es ernst für fünf Mitglieder des Briefmarkenvereins Zurzach. Sie unterschrieben die Anmeldung für den Swiss Champion, ein Gruppenwettbewerb zur Förderung von Neuausstellern. Dabei geht es nicht darum, wer die wertvollsten Marken hat, denn  ein „ Basler Dübly“ hat niemand  im Verein.  Mitglieder eines Philatelistenvereins  haben  unterschiedliche Sammelgebiete. Die einen sammeln Traditionell, die anderen Postgeschichte. Dann gibt es Ganzsachen-Sammler, Aerophilatelie, Astrophilatelie, Thematische Philatelie, Stempelsammler und noch vieles mehr.

Für die fünf zukünftigen Neuaussteller begann die Suche nach den Themen,  dem geeigneten Material und der Gestaltung und Beschreibung ihres“ Exponates“. Gefordert für eine Ausstellungsklasse Stufe III sind 24  Blätter A4  pro Gruppenteilnehmer. Diese Blätter werden in zwei Rahmen eingelegt und von ausgebildeten Juroren begutachtet. Die Jury verteilt Punkte nach bestimmten Kriterien, so etwa für die Bearbeitung, für thematische- und philatelistische Kenntnisse, für Erhaltung, Seltenheit und Aufmachung.

Ueber den Sommer und Herbst wurde fleissig an diesen Blättern gearbeitet. Was anfangs kein Problem sein sollte, bereitete plötzlich Kopfzerbrechen. Nur schon einen geeigneten Titel zu finden war  nicht so einfach. Dank den regelmässigen Zusammenkünften mit erfahrenen Vereinsmitgliedern und deren Rat und Unterstützung nahmen die Sammlungen langsam Gestalt an.

Präsident und Aussteller/innen machten sich Anfang Dezember  auf den Weg nach Altstätten SG, um zu erfahren, wie ihre Erstlingswerke aufgenommen wurden .Unter dem Gruppennamen „Bohrturm-Clique“ wurden fünf ganz verschiedene Exponate eingereicht: Weihnachten ist…, Fussballfieber, Markenheftchen der Freimarken 1988 bis 1995, Freistempel des Völkerbundes und der UNO in der Schweiz, Ganzsachen Rumänien. Die Vielfalt der bearbeiteten Themen wurde honoriert. Die Preisverteilung, von den Philatelisten Palmarès genannt, zog sich in die Länge, weil zuerst die Jungendlichen geehrt wurden. Für ihre Ausstellungen erhielten sie Sachpreise. Dann wurde an die Einzelaussteller je nach Punkten Gold, Vermeil oder Silber vergeben. Und endlich war es soweit:  die fünf „Zurzacher“ durften für ihren 2. Platz eine Silbermedaille entgegen nehmen. Gross war die Freude, in Stufe II aufsteigen zu können. Aber das bedingt, nächsten Herbst  12 Blätter mehr zu präsentieren. Also, an die Arbeit !

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