Natur- und Vogelschutzverein Unterentfelden

Welcher Vogel brütet in einer Höhle?

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Wissen Sie, welche Vögel wie brüten? Welche Vögel benutzen ein Vogelhäuschen und wer würde dort nie brüten? Genau solche Fragen wurden an der Nistkastenputzete mit den Kindern spielerisch geklärt.               

Im Namen des Natur- und Vogelschutzvereins Unterentfelden machen Gabi Fierz und Lis Friedl zusammen mit neun Kindern den Winterdienst an den Nistkästen. Mit Engelsgeduld und viel Einfühlungsvermögen, aber auch mit viel Fachwissen geben die beiden ihre Kenntnisse an die Kinder weiter. Gleich zu Beginn geht es darum zu klären, warum in Nistkästen gewisse Vögel anzutreffen sind und warum gewisse Vögel nie in einem Nistkasten brüten würden. Die Antwort liegt im Brutverhalten: Vögel, welche in Höhlen brüten, nehmen mangels geeigneter natürlicher Höhlen gerne einen Nistkasten an. So sind in Nistkästen auch meist Meisen, Spatzen, Stare, Trauerschnäpper, Baumläufer oder Kleiber anzutreffen.

Mit grossem Engagement beteiligen sich die Kinder an der Reinigung der Kästen und am Werweissen, von welchem Vogelpaar dieser wohl bewohnt wurde. Dies lässt sich meist recht genau bestimmen. Während die einen Vögel am liebsten Tierhaare verwenden, benutzen andere Moos, Grashalme, Flechten oder Spinnweben für ihr Nest. Ein besonderes Nistmaterial benutzt der Kleiber, nämlich die Rindenplättchen der Waldkiefer. Selbst wenn weit und breit keine Kiefer steht, finden sich Rindenplättchen in den Nestern. Sie werden also auch von weit hergeholt. Genau ein solches Nest fand sich in einem Nistkasten, den die Kinder reinigen durften. Speziell am Kleibernest ist auch, dass dieser Vogel mit seiner angeborenen Fähigkeit den Eingang zu seiner Bruthöhle bis auf die passende Grösse mit Lehm verklebt, um sich so unliebsame Konkurrenten für den Nistkasten vom Leibe zu halten.

Jedes Kind bekommt eine Aufgabe: Nistkasten herunterholen, diesen reinigen, Buch führen über die Bewohner, Situationsplan mit den eingetragenen Nistkästen lesen.

Eine spezielle Entdeckung war für alle eine Haselmaus, die sich das gemachte Nest für das eigene Winterquartier auswählte.

Wer jetzt gluschtig geworden ist, kann sich diesen Anlass gerne für das nächste Jahr vormerken. Für die Kinder ist es auf jeden Fall ein einmaliges Erlebnis.

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