(MMA) Die Frauen der SG Zofingen/Olten sind nicht mehr Leader der Nationalliga B. Das Team der Trainer Müller und Romeo verlor auswärts mit 26:27 gegen Basel Regio aber nicht, weil der Gegner besser war, sondern weil die Gäste an sich selbst scheiterten.

Die Ausgangslage vor der Partie war klar. Gewinnen die Gäste, bleiben sie an der Tabellenspitze, setzt es eine Niederlage ab, so übernimmt der LC Brühl II die Spitze und Basel Regio kann punktemässig aufrücken.

Die Zofingerinnen starteten recht gut in die Partie. Es gelang ihnen in der Verteidigung gut zu stehen, und obwohl im Angriff zwischenzeitlich überhastet abgeschlossen wurde, gingen sie nach 30 Minuten Spiezlzeit mit einer 13:11-Führung in die verdiente Pause.

Nach dem Seitenwechsel verlor die Spielweise der Zofingerinnen deutlich an Struktur und Ordnung. In der Verteidigung konnte die nötige Organisation nicht aufgebracht werden, was zur Folge hatte, dass Ezgi Güvenc, die Topskorerin von Basel REgio, mehrmals ungehindert zum Wurf kam und so die Baslerinnen ab der 53. Minute in Führung brachte. Hinzu kam, dass Zofingen noch etliche unnötige Zeitstrafen und Penalties kassierte, die der Gegner auszunützen wusste.

In den letzen fünf Minuten der Partie versuchten die Handballerinnen des TV Zofingen vergeblich, die Führung der Baslerinnen auf ihre Seite zu zwingen. Zu oft vergaben sie aus bester Abschlusspositionoder schossen aus den unmöglichsten Winkeln auf die Gastgeberinnen. Am Schluss hielten bei den Gästen auch die Nerven nicht mehr. Ein Siebenmeter, der den Ausgleich bedeutet hätte, blieb unverwertet. So gewannen die Baslerinnen mit 27:26 und haben punktemässig zu Zofingen aufgeschlossen.

Für die Frauen der SG Zofingen/Olten gilt es nun, vor allem die Fehler im Abschluss und viele Strafen (neun im Spiel gegen Basel) zu vermindern. Dazu haben sie nun zwei Wochen Zeit, bevor sie am 31. Januar in Herzogenbuchsee das nächste Spiel bestreiten werden.